Im Dezember 2025 waren 13.214 Personen in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg arbeitslos gemeldet. Das waren 111 Personen mehr (0,8 Prozent) als im November und 750 Personen (6 Prozent) mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote stieg um ein Zehntel auf 4,6 Prozent. das teilt die Agentur für Arbeit mit.
Region. Zum Jahresende stieg die Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk nochmals leicht an. Der Anstieg erfolgte in einem für den Monat Dezember üblichen Ausmaß und ist erklärbar mit saisonal bedingten Kündigungen beziehungsweise. der Beendigung von Arbeitsverhältnissen zum Quartalsende.
Auffällig ist, dass sich im Kalenderjahr 2025 die Zahl der Arbeitnehmenden, die sich aus einer Erwerbstätigkeit heraus arbeitslos melden mussten, mit insgesamt 14.164 Personen im Vergleich zum Jahr 2024 nur minimal erhöht hat (plus 0,6 Prozent). Im Gegenzug dazu konnten im Jahresverlauf 10.796 Arbeitslose wieder in eine Beschäftigung einmünden (plus 6,4 Prozent).
Arbeitskräftebedarf besteht weiter
„Die Zahlen zeigen, dass der Arbeitsmarkt stark in Bewegung ist. Es gibt weiterhin Unternehmen, die trotz der angespannten Wirtschaftslage einen Arbeitskräftebedarf signalisieren und Schwierigkeiten haben, diesen zu decken. Aufgrund dieser Erkenntnis setzen wir unseren Fokus verstärkt auf eine Job-to-Job-Vermittlung – den nahtlosen Übergang von einem gekündigten Beschäftigungsverhältnis zu einem neuen Arbeitgeber“, erklärt Sylvia Scholz, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit.
„Das Format der Arbeitsmarktdrehscheibe ermöglicht eine frühzeitige Vernetzung von Unternehmen, die Personal freisetzen müssen und Unternehmen mit Personalbedarf. Ziel ist es, Arbeitslosigkeit gar nicht erst entstehen zu lassen.“
Arbeitslosigkeit für Qualifizierung nutzen
Betrachtet man die Dauer der Arbeitslosigkeit, zeigt sich klar, dass es für Betroffene schwieriger geworden ist, eine einmal eingetreten Arbeitslosigkeit schnell wieder zu beenden: Der Anteil der Arbeitslosen, die zwölf Monate und länger arbeitslos sind, liegt bei rund 30 Prozent aller Arbeitslosen. Im Dezember gab es im Agenturbezirk 516 Langzeitarbeitslose mehr als vor einem Jahr (plus 15,3 Prozent).
Scholz unterstreicht: „Die Zeit ohne Beschäftigung sollte dringend für erforderliche Anpassungsqualifizierungen genutzt werden, um für die Zukunft notwendige Kompetenzen zu erhalten. Mit aktualisiertem Wissen lassen sich auch die Chancen auf einen neuen Arbeitsplatz erhöhen.“
Entwicklung in den Rechtskreisen
Bei der Agentur für Arbeit (Rechtskreis SGB III) waren im Dezember 6439 Personen arbeitslos gemeldet (104 Personen mehr als im Vormonat und 536 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Bereich der Jobcenter (Rechtskreis SGB II) waren 6775 Arbeitslose registriert (7 Personen mehr als im Vormonat und 214 Personen mehr als im Vorjahr).
Stellenmarkt
Weniger Nachfrage: 612 Stellen wurden im Dezember neu gemeldet (298 weniger als im Vormonat und 227 weniger als vor einem Jahr). Die meisten Gesuche von Unternehmen aus der Region gibt es aktuell in den Berufsgruppen Metallbearbeitung (113 Angebote), Lagerwirtschaft und Logistik (49 Angebote), Maschinenbau- und Betriebstechnik (32 Angebote) sowie Erziehung, Sozialarbeit und Heilerziehungspflege (24 Angebote). Im Dezember befanden sich insgesamt 2980 freie Stellen im Bestand der Agentur für Arbeit.
Kurzarbeit
Im Dezember zeigten 74 Betriebe für insgesamt 985 Beschäftigte Kurzarbeit an (vorläufige Daten, 01.12. bis 29.12.2025). Im Vormonat waren es 69 Anzeigen für 765 Beschäftigte. Laut aktueller Hochrechnung bezogen im August 3611 Beschäftigte aus der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg konjunkturelles Kurzarbeitergeld. Die Kurzarbeiterquote lag im August bei 1,7 Prozent.
Die Bezugsdauer des Kurzarbeitergeldes wurde verlängert: Für die Zeit vom 01.01.2025 längstens bis zum 31.12.2026 kann ein Betrieb bis zu 24 Monate Kurzarbeitergeld erhalten. Weitere Informationen zur Kurzarbeit: www.arbeitsagentur.de/unternehmen/finanziell/kurzarbeitergeldformen/kurzarbeitergeld-anzeige-antrag-berechnung
Die Regionen im Überblick
Kreis Rottweil: Die Arbeitslosigkeit im Kreis Rottweil ist im Dezember gestiegen. 2693 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 14 Personen mehr als im November. Die Arbeitslosenquote betrug 3,3 Prozent.
Schwarzwald-Baar-Kreis: Die Arbeitslosigkeit im Schwarzwald-Baar-Kreis ist im Dezember gestiegen 6040 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 41 Personen mehr als im November. Die Arbeitslosenquote betrug 4,9 Prozent.
Kreis Tuttlingen: Die Arbeitslosigkeit im Kreis Tuttlingen ist im Dezember gestiegen. 4481 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 56 Personen mehr als im November. Die Arbeitslosenquote betrug 5,3 Prozent.



