Diesel so teuer wie noch nie: Spritpreise im März 2026 auf Rekordniveau

Rekordpreise an der Zapfsäule: Diesel war im März 2026 so teuer wie nie, und die neue Preisregel könnte Tanken zusätzlich verändern.

Diesel war im März 2026 laut ADAC im Durchschnitt so teuer wie nie zuvor. Auch Super E10 legte deutlich zu. Neue Preisregel könnte Tanken verändern. iStock-Foto
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Tanken ist in Deutschland erneut deutlich teurer geworden: Nach einer aktuellen ADAC-Auswertung war Diesel im März 2026 im Monatsdurchschnitt so teuer wie nie zuvor. Auch Super E10 legte kräftig zu. Zugleich könnte die neue Preisregelung nach dem sogenannten Österreich-Modell den Tankzeitpunkt für Verbraucher noch wichtiger machen.

Die Spritpreise in Deutschland sind im März 2026 massiv gestiegen. Wie der ADAC mitteilt, kostete ein Liter Diesel im Monatsmittel 2,164 Euro – so viel wie in keinem Monat zuvor. Der bisherige Höchstwert stammte aus dem März 2022, kurz nach Beginn des Ukraine-Kriegs, als Diesel durchschnittlich 2,140 Euro je Liter kostete.

Auch Super E10 verteuerte sich deutlich. Im März lag der Durchschnittspreis bei 2,022 Euro je Liter. Damit blieb E10 zwar noch unter dem Rekordwert aus dem März 2022 mit 2,069 Euro, dennoch war es der drittteuerste Monat aller Zeiten für diese Kraftstoffsorte.

Ein Blick auf die Preisentwicklung im Monatsverlauf zeigt laut ADAC, dass es im März fast durchgehend nach oben ging. Der 1. März war bei beiden Sorten noch der günstigste Tanktag des Monats: Super E10 kostete im Tagesmittel 1,794 Euro je Liter, Diesel 1,759 Euro. Am 31. März wurde dann für beide Kraftstoffe der teuerste Tag des Jahres registriert. Ein Liter Super E10 kostete im Schnitt 2,107 Euro, ein Liter Diesel sogar 2,316 Euro.

Damit verteuerte sich Super E10 binnen eines Monats um 31,3 Cent je Liter, Diesel sogar um 55,7 Cent. Auffällig ist dabei auch, dass Diesel erneut deutlich teurer war als Benzin – obwohl Diesel geringer besteuert wird.

Auch im Raum Rottweil hat sich der Dieselpreis im März spürbar nach oben entwickelt. Frei zugängliche Monatsdurchschnittswerte nur für den Landkreis liegen zwar nicht vor, lokale Preisabfragen zeigen aber ein klares Bild: Anfang März lagen die Dieselpreise in Oberndorf und Schramberg noch teils knapp über der Marke von 2,00 Euro je Liter. Zum Monatsende wurden in Rottweil, Oberndorf, Trossingen und der weiteren Region dagegen vielfach bereits Werte von rund 2,18 bis 2,27 Euro gemeldet. Damit folgte die Region dem bundesweiten Trend stark steigender Kraftstoffpreise.

Besonders auffällig: Zum Monatswechsel lagen die Preise im Umfeld von Rottweil teils schon bei 2,28 Euro und mehr je Liter Diesel. In Bad Dürrheim wurden am 1. April mehrere Preise von 2,27 bis 2,28 Euro ausgewiesen, während der ADAC für den März bundesweit einen Durchschnitt von 2,164 Euro je Liter und für den 31. März sogar einen Tagesmittelwert von 2,316 Euro nennt. Für den Raum Rottweil lässt sich damit festhalten: Diesel ist auch lokal innerhalb weniger Wochen deutlich teurer geworden und hat sich bis Ende März auf ein außergewöhnlich hohes Niveau bewegt.

Seit dem 1. April gilt in Deutschland zudem eine neue Preisregelung nach dem sogenannten Österreich-Modell. Demnach dürfen Tankstellen ihre Kraftstoffpreise nur noch einmal pro Tag erhöhen – und zwar um 12 Uhr mittags. Preissenkungen bleiben dagegen weiterhin jederzeit möglich.

Eine erste Auswertung des ADAC zeigt bereits deutliche Auswirkungen: Kurz nach 12 Uhr am 1. April stieg der Preis für Super E10 im Vergleich zu kurz vor 12 Uhr um 7,6 Cent auf 2,175 Euro. Diesel verteuerte sich gleichzeitig um 7,5 Cent auf 2,376 Euro je Liter. Bis zum nächsten Tag um 12 Uhr dürfen die Preise dann nur noch sinken oder gleich bleiben, nicht aber erneut angehoben werden.

Für Autofahrer könnte sich damit der Vormittag künftig als besonders günstiger Tankzeitpunkt etablieren. Der ADAC will die Entwicklung der Kraftstoffpreise unter den neuen Regeln weiter beobachten.

Autor / Quelle:NRWZ-Redaktion
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