… das Beste aus dem Vorratskeller

Gesellenball der Kolpingfamilie im Bärensaal

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Unzählige Köchinnen und Köche tummelten sich am Sonntagabend im Bärensaal: Die Kolpingfamilie hate zu ihrem traditionellen Ball gebeten und versprach ein sieben Gänge Menu.

Schramberg. Nach dem traditionellen Hanselsprung mit Brezelsegen

begrüßte Till die Gäste, er hatte eine meterlanges Manuskript dabei und stellte schließlich fest: Sulgen am See – das brauche man nun wirklich nicht. Viel habe sich in Sachen Kulinarik geändert, die Villa ist dich, das Roma an einem anderen Platz. „Nur Buberle und Hettich – da isch Verlass, die stehe immer noch am selben Platz.“

Erlebnisgastronomie

Vier Rittersleut‘ begaben sich sodann in die Tiefe des Kellers, um nach Essbarem zu suchen. Mit immerhin einer Erkenntnis zur Erlebnisgastronomie tauchte einer der Ritter wieder auf: In Sulgen des Café gegenüber vom Neininger, das müsse was besonderes sein: „Die henn sogar einen Eifelturm im Vorgarde!“

Schließlich kam schon lachend ein gewisser Pfarrer aus den Tiefe. Er lache herzlich über sein Sportwitz: Sein Lieblingssport, der ihn nicht ins Schwitzen brächte, sei der „Rittersport“.

mit einer Sushibestellung begeisterten die Mädels vom Ballett:

Wortwitz mit Sternekoch

Nach einer Schunkelrunde kam Dietmar Gebert als ein Sterne-Koch auf die Bühne. Der eine Stern sei allerdings von Amazon….

Schlimme Zeiten seien das, Klimakrise, Krieg „und Friedrich Merz bekommt keinen Zahnarzttermin“.  Christian Lindner sei wohl nur „ein gut getarnter Hütchenspieler“, Olaf Scholz werde in die Geschichte als der „geräuschloseste Kanzler“ eingehen: „Lebt denn der Alte Scholz Olav noch?“ Die Grünen seien umfragemäßig bei Robert Habeck im Heizungskeller.

Zu Sahra Wagenknechts neuer Partei stellte er fest: „Auch Linke haben Rechte.“ GDL-Boss Weselsky sei „die späte Rache der DDR“. Zur AfD und Björn Höcke fiel Gebert ein, ohne Migranten würde es bei uns ungemütlich, keine Altenpflege, kein Paketdienst. „Und im Puff würden es sich die AfDler selber machen müssen.“

Mit den Porträts einiger Rathausgrößen und der Gemeinderätinnen und Räte zimmerte sich Gebert dann ein Menü beginnend mit einem „Winterlichen Kauppirinja“ um schließlich mit einem Pröbstle anzustoßen.

Nachtwächter  und Männerballett – ein Gedicht

Der Nachtwächter aus Schramberg Tal ließ sodann seine Verszeilen komplettieren und nahm dabei auch den Bahnstreik auf die Schippe.

Der Nachtwächter Foto: Martin Windhab

Mit einem Geburtstagsständchen zum 70. Leiteten die Moderatoren Dominik und Matthias zu einer Turmübung mit italienischen Spaghetti über. Da wurden mit Spaghetti Tomaten geschnitten und die Soße gerührt, bis der ganze Saal ordentlich durchtrainiert seine Augen auf das Männerballett richten konnte: mit zwei Orangen im Haar und Bananenröckchen begeisterten die Herren den Saal.

Berg oder Gericht?

Ein interessantes Quiz mit Publikumsunterstützung bestritten sodann Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr und Cathrin Dold: Berg oder Gericht? Während der Hatschapari eben kein Berg, sondern ein Gericht aus Georgien ist, steht der Kuchenberg tatsächlich in der Landschaft.

Berg oder Gericht?

Die Gregorianikschola hatte es mit Influencern und versuchte möglichst viele likes zu generieren. Dafür sangen sie den To-Ma-Ten-Salat-Song. „St. Martin steht am Cola-Automat“ war ein anderer  Hit.

Die Gregorianikschola influenced

Den letzten Gang servierten „die Buben“. Da ging es derb-feucht-fröhlich zu – und dafür ernteten die Jungs den heftigsten Applaus des Abends.

Geschmackssache…Dem Publikum hat’s gemundet.

Nach dem Dank an alle Akteurinnen auf und hinter der Bühne,

kam die Kapelle kaum zu eigenen Auftritten:

Kapelle.

Icecream zum Dessert

Schlag auf Schlag kamen Ziehgruppe in den Saal: Eine ehrten Marius Müller-Westernhagen mit inzwischen schon echten Schramberger Fasnetsklassikern. Es folgten die Rosswälder mit Stimmungshits und schließlich traten die Dixiefreunde auf und luden zum Mitsingen ein: „Icecream“ gabs zum krönenden Abschluss des Gesellenballs.

Martin Himmelheber (him)
Martin Himmelheber (him)
... begann in den späten 70er Jahren als freier Mitarbeiter unter anderem bei der „Schwäbischen Zeitung“ in Schramberg. Mehr über ihn hier.