Es tut sich etwas auf Maria Hochheim bei Irslingen. In der vergangenen Woche sind Teile des Dachs des Mesmerhauses abgedeckt worden. Damit beginnt ein Rückbau, mit dem ältere Gebäudeteile langfristig gesichert werden.
Irslingen – Ein um der andere Ziegel kam am Samstag heruntergesaust. Über eine Rutsche wurde Schritt für Schritt die Dachabdeckung abgetragen. Die unbeschadeten Ziegel wurden gestapelt – und für weitere Verwendung gelagert.

Denn es ist kein plumper Abbruch, der auf Maria Hochheim in Gang gekommen ist. Vielmehr werden jüngere Teile des großen Mesmerhauses abgetragen – um die ältesten Teile anschließend dauerhaft zu sichern. Dabei kann man ältere Ziegel, die noch gut in Schuss sind, durchaus gebrauchen.

Erfahrung in diesem Bereich hat insbesondere Alfons Bürk, der vor einigen Monaten die Gesamtleitung des Projekts übernommen hat. Er und fleißige Helfer haben jetzt angefangen, das lange im Dornröschenschlaf liegende Mesmerhaus in die Zukunft zu führen.
Vor allem Scheunenteile, die im frühen 20. Jahrhundert angefügt wurden, werden nun abgetragen. Sie waren schon länger in sehr schlechtem Zustand. Ist das Haus aber auf den Zuschnitt zurückgeführt, den es im späten 18. Jahrhundert hatte, kann dieser Teil fachkundig hergerichtet und zu einer Begegnungsstätte weiterentwickelt werden. Dafür ist der Anfang nun gemacht – ein Teilabbruch als Aufbruchssignal.

