Das Gas Kohlenmonoxid kann lebensgefährlich sein. Privatleute in Deißlingen haben deshalb einen CO-Warner installiert – der am Freitag tatsächlich anschlug und Alarm gab. Die Feuerwehr rückte an.
Fenster weit auf, für Belüftung sorgen und die aktuellen CO-Messwerte feststellen – das waren die vordringlichen Aufgaben für die Feuerwehr Deißlingen bei diesem Einsatz am Freitag um die Mittagszeit. In einem Wohnhaus im Ort hatte der CO-Melder in einer Privatwohnung ausgelöst, woraufhin die Bewohner die Feuerwehr alarmierten. Laut dem Einsatzleiter, dem Deißlinger Kommandanten Fabian Frank, hätten auch die Messgeräte seiner Einsatzkräfte eine erhöhte Kohlenmonoxid-Konzentration angezeigt, diese habe aber nicht in einem wirklich gefährlichen bereich gelegen.
Allerdings ließ er die betroffene Wohnung gut durchlüften und den Schornsteinfeger nachfordern, der die Feuerstelle im Gebäude untersuchen sollte. Franks Vermutung: dass der Rauch nicht durch den Kamin abzog, sondern stattdessen aufgrund der Wetterlage zurückgedrängt worden ist.
Den Einsatz nach dem Stichwort H1 GAS wickelte die Deißlinger Wehr selbstständig ab, der in Rottweil stationierte Gefahrgutzug, für den laut Frank auch Deißlinger Kameraden ausgebildet sind, war nicht vonnöten. Allerdings war auch vorsorglich ein Rettungswagen des DRK vor Ort. Eine Streife der Polizei machte sich ebenfgalls ein Bild der Lage.
Kohlenmonoxid-Melder können Leben retten – wer sie braucht und warum
Kohlenmonoxid (CO) ist ein farb- und geruchloses Gas, das bei unvollständiger Verbrennung entsteht – etwa in Heizungen, Kaminöfen, Gasthermen oder auch beim Grillen in geschlossenen Räumen. Weil es weder zu sehen noch zu riechen ist, wird es oft erst bemerkt, wenn es zu spät ist: Bereits geringe Konzentrationen können zu Bewusstlosigkeit oder zum Tod führen.
CO-Melder schlagen Alarm, sobald sich das Gas in der Raumluft sammelt. Sie messen kontinuierlich die CO-Konzentration und warnen mit einem lauten Signalton, lange bevor es gefährlich wird. Damit bieten sie einen essenziellen Schutz vor Kohlenmonoxid-Vergiftungen, insbesondere während der Heizsaison.
Empfohlen sind CO-Melder vor allem für Haushalte mit:
- Gasheizungen, Kamin- oder Holzöfen
- offenen Kaminen oder Gasthermen
- angeschlossenen Garagen oder Werkstätten im Haus
- Wohnwagen, Booten oder Ferienhäusern mit Verbrennungsgeräten
Die Geräte gehören in Aufenthaltsräume oder Schlafzimmer – am besten in Kopfhöhe oder nahe möglicher CO-Quellen. Im Unterschied zu Rauchwarnmeldern sind sie in Deutschland nicht flächendeckend vorgeschrieben, werden aber von Feuerwehren und Sicherheitsbehörden dringend empfohlen.






