Ein kurzer Moment der Unachtsamkeit, ein Ausrutscher auf nassem Laub oder Glatteis, ein Sturz beim Sport oder im häuslichen Umfeld und plötzlich ist das Handgelenk gebrochen. Handgelenksnahe Frakturen gehören zu den häufigsten Knochenbrüchen. Anlässlich des bundesweiten „Tag der Hand“ macht die Helios Klinik Rottweil auf diese oft unterschätzte Verletzung aufmerksam.
„Handgelenksnahe Frakturen sehen wir bei uns nahezu täglich – vom Schulkind nach dem Sportunfall bis zur Seniorin nach einem Sturz in der Wohnung“, erklärt Prof. Markus Kröber, Chefarzt der Orthopädie, Unfall- und Wirbelsäulenchirurgie an der Helios Klinik Rottweil. „Entscheidend ist eine schnelle und präzise Diagnostik. Wird eine Fehlstellung übersehen oder nicht korrekt behandelt, kann das dauerhafte Bewegungseinschränkungen und Schmerzen nach sich ziehen.“
Warnsignal für Osteoporose
Besonders in den Wintermonaten steigt die Zahl der Fälle deutlich an, da rutschige Wege das Sturzrisiko erhöhen. Beim Sturz versuchen Menschen reflexartig, sich mit der Hand abzufangen. Die dabei entstehenden Kräfte wirken direkt auf das Handgelenk, insbesondere auf die Speiche, und führen nicht selten zu einem Bruch im gelenknahen Bereich.
Gerade bei älteren Menschen kann eine solche Fraktur zudem ein Warnsignal sein. „Ein Bruch nach einem vermeintlich harmlosen Sturz kann auf eine bislang unerkannte Osteoporose hinweisen“, so Prof. Kröber. „Wir nutzen solche Situationen auch, um mögliche Grunderkrankungen abzuklären und weiteren Brüchen vorzubeugen.“
Warnzeichen ernst nehmen
Typische Symptome einer handgelenksnahen Fraktur sind:
- starke Schmerzen nach einem Sturz
- rasche Schwellung
- eingeschränkte Beweglichkeit
- sichtbare Fehlstellung
„Wer nach einem Sturz deutliche Schmerzen oder eine Schwellung am Handgelenk verspürt, sollte nicht abwarten, sondern ärztlich abklären lassen, ob ein Bruch vorliegt“, rät Prof. Kröber.
Moderne Behandlung, individuell abgestimmt
Nicht jeder Bruch muss operiert werden. Bei stabilen Frakturen genügt häufig eine konservative Therapie mit Ruhigstellung im Gips oder einer speziellen Schiene. Bei verschobenen oder instabilen Brüchen kommen moderne, winkelstabile Plattensysteme zum Einsatz. Diese ermöglichen eine anatomisch exakte Wiederherstellung der Gelenkfläche und erlauben in vielen Fällen eine frühfunktionelle Nachbehandlung.
„Unser Ziel ist immer, dass Patientinnen und Patienten ihre Hand so schnell wie möglich wieder im Alltag einsetzen können – sei es im Beruf, beim Musizieren oder im Sportverein“, sagt der Chefarzt.
Erfahrung schafft Sicherheit
Die Helios Klinik Rottweil versorgt jährlich rund 9.200 stationäre und mehr als 16.000 ambulante Patientinnen und Patienten und ist damit ein zentraler medizinischer Anlaufpunkt für die Region. Die hohe Zahl an unfallchirurgischen Eingriffen sorgen für Routine im Umgang mit komplexen Verletzungen des Bewegungsapparates: „Qualität entsteht durch Erfahrung und die entsteht durch Routine. Was wir regelmäßig behandeln, versorgen wir mit eingespielten Abläufen und hoher fachlicher Sicherheit“, betont Prof. Kröber.
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