Nach der Fasnet müssen sich viele Autofahrer einen anderen Weg suchen: Friedrichsplatz und Kriegsdamm werden für länger gesperrt. Die Stadt Rottweil hatte auf Montagabend die Bürgerinnen und Bürger zur Information ins frühere Schwarzwaldkaufhaus eingeladen, und viele kamen.
Rottweil – „Das kann gut werden. Aber bis es fertig ist, wird’s hart.“ Diese Feststellung eines Bürgers fand Oberbürgermeister Dr. Christian Ruf sehr treffend. Und in der Tat: Autofahrern und Anliegern der Umleitungsstrecken wird viel, Teilnehmern am öffentlichen Personenverkehr aber auch einiges zugemutet. Bis dann, laut Plan im Herbst 2027, der Friedrichsplatz in neuer Pracht und der bisherige Norma-Parkplatz als Busbahnhof (in der Planer-Sprache „ZUP“, Zentraler Umsteigepunkt genannt) erstrahlen. Die Verbindung zwischen dem Haupt-Straßenkreuz und dem Kreisverkehr Kriegsdamm/Nägelesgraben ist bis dahin aber für den Straßenverkehr nicht befahrbar.
Auch wenn nicht die ganze Zeit an jedem Punkt Arbeiten sind. Das liegt daran, dass von unten nach oben geschafft wird. Also erst die ENBW dran ist mit der Erneuerung von Leitungen und dem Verlegen von Rohren für die Wärmeversorgung. Und dann kommen erst die Straßenarbeiten. Eine gründliche, nicht nur oberflächliche Neugestaltung. Schließlich soll nicht nach zwei Jahren schon wieder die Straße aufgerissen werden.

Zeitschiene
Im März soll es also losgehen. Da beginnt der Leitungsbau auf dem nördlichen Gehweg der Nägelesgrabenstraße. Das soll im Mai fertig sein. Dann beginnt der Umbau des Kreisverkehrs auf der Nägelesgrabenstraße (Einfahrt Culinara). Das ist notwendig, weil ja künftig die Busse hier, auf der Verbindung zum ZUP, fahren. Im Juni soll das fertig sein.
Im März sieht der Plan auch den Leitungsbau der ENRW auf dem Friedrichsplatz, dem Kriegsdamm und der Straße am Kurvenbereich bei der Predigerkirche vor. Wenn das im Oktober fertig ist, beginnen der Neubau des ZUP und die Oberflächengestaltung am Friedrichsplatz. Laut Plan soll das bis Ende Oktober 2027 geschafft sein. Dann können im März 2028 die Pflanzungen auf dem Friedrichsplatz beginnen.

Umgehungen
Wie die Innenstadt umfahren wird, das haben viele Autofahrer ja bereits geübt: Schramberger, Waldtor-, Schlachthausstraße bis zum Nägelesgraben, die Gegenrichtung über die Oberndorfer und die Flöttlinstorstraße.
Auch die Buslinien müssen andere Wege fahren. Hier will die Stadt für die Übergangszeit Ersatz-Haltestellen einrichten.
Vorstellung
Die Pläne wurden an mehreren Stellen im Raum ausgehängt. Fachkräfte der Stadt wie der Mobilitätsbeauftragte Horst Bisinger standen für Antworten zur Verfügung. Und Fragen gab es reichlich. Auch Feuerwehr-Kommandant Frank Müller stand bereit. Er war sicher, dass der Schutz der Innenstadt auch in der Bauzeit gewährleistet ist: „Ich bin zuversichtlich, dass es klappt“, sagte er auf Frage. Schließlich müsse die Wehr für ihre Einsätze nicht über den Friedrichsplatz fahren.
















