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Donnerstag, 12. Dezember 2019
Start Wirt­schaft Heck­ler und Koch: Heeschen will in Auf­sichts­rat

Heckler und Koch: Heeschen will in Aufsichtsrat

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Obern­dorf –  Nicht zur Ruhe kommt die Füh­rungs­eta­ge des Obern­dor­fer Waf­fen­her­stel­lers Heck­ler und Koch: Jetzt will der Mehr­heits­ak­tio­när Andre­as Heeschen Mit­glied des Auf­sichts­ra­tes wer­den. Erst im Som­mer hat­te er den ehe­ma­li­gen Bun­des­wehr­ge­ne­ral Kon­rad Kujat in das drei­köp­fi­ge Gre­mi­um gehievt, nun soll ein vier­ter Stuhl an den Tisch gerückt wer­den: für ihn selbst.

Er wol­le dazu bei­tra­gen, die „wirt­schaft­li­che und finan­zi­el­le Zukunft der Fir­ma zu sichern“, so Heeschen am Mon­tag in einer Mit­tei­lung. Am 19. Dezem­ber steht eine außer­or­dent­li­che Aktio­närs­ver­samm­lung in Rott­weil an. Dabei  soll­te bis­her nur über höhe­re Auf­sichts­rats­ver­gü­tun­gen dis­ku­tiert wer­den. Die IG Metall hat­te des­halb bereits ein Prüf­ver­fah­ren ange­kün­digt. Der Gewerk­schaft passt nicht, dass die Beschäf­tig­ten zwei­ein­halb unbe­zahl­te Mehr­stun­den pro Woche leis­ten, die Füh­rungs­eta­ge aber ihren Bei­trag nicht so lie­fert, wie es in einem Tarif­ver­trag ver­ein­bart sei.

Ob Heeschen mit sei­nem Schritt auf die Gewerk­schafts­kri­tik reagiert oder auf Spe­ku­la­tio­nen, er wol­le sei­ne Antei­le ver­kau­fen, ist unklar. Er sagt laut dpa, er wol­le „ein deut­li­ches Zei­chen dafür set­zen, dass Kon­ti­nui­tät und Iden­ti­tät des Unter­neh­mens auch in Zukunft gewähr­leis­tet sind”.

Heck­ler und Koch hat nach wie vor hohe Schul­den und in den ver­gan­ge­nen Jah­ren Ver­lus­te ein­ge­fah­ren. In die­sem Jahr besteht die Aus­sicht wie­der einen klei­nen Gewinn zu erwirt­schaf­ten. Das Unter­neh­men ist noch im Ren­nen um den Auf­trag für das neue Sturm­ge­wehr der Bun­des­wehr.

 

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