Schramberg. Keinen Redebedarf hatten die Rätinnen und Räte am Donnerstagabend beim Punkt Abwassergebühren. Sie werden um knapp fünf Prozent für eine Durchschnittsfamilie steigen.
In den Ortschaftsräten und im Ausschuss für Umwelt und Technik hatte Peter Kälble, der Leiter des Eigenbetriebs Stadtwerke die Gründe schon ausführlich erläutert. Einerseits stiegen die Gesamtkosten für die Abwasserbehandlung seit 2018 jährlich mit einem Prozent moderat.
Für das kommende Jahr allerdings rechnet Kälble mit einem „deutlich steigenden Materialaufwand“. So würden die Klärschlammentsorgung, aber auch die Wartungsarbeiten und Instandhaltung teurer. Außerdem planten die Stadtwerke Investitionen in Höhe von 4,55 Millionen Euro. Andererseits gäbe es Überdeckungen aus den Vorjahren, die etwas gebührensenkend wirkten.
Aus all dem errechne sich eine Abwassergebühr von künftig 2,83 Euro je Kubikmeter. Das ist eine Steigerung um 23 Cent. Bei der Niederschlagswassergebühr wird es eine Senkung von 50 Cent auf 43 Cent je Quadratmeter versiegelte Grundstücksfläche geben. Bei einem durchschnittlichen Beispielhaus mit 180 Quadratmetern versiegelter Fläche und 160 Kubikmetern Abwasser fielen 2022 etwa 530 Euro Gebühren an. In diesem Jahr wären es 506 Euro.
Bei einer Enthaltung aus den Reihen der „Aktiven Bürger“ stimmte der Rat dem Vorschlag der Verwaltung zu.
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