Fieber-Ambulanz im Berufsschulzentrum

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Drei Lokalitäten geprüft, eine vierte genommen: Die Fieber-Ambulanz der Kassenärztlichen Vereinigung für den Landkreis kommt ins neue Rottweiler Berufsschulzentrum, nicht in die Kreissporthalle.

Bereits gestern Nachmittag haben Rotes Kreuz und Feuerwehr begonnen, den großen Saal des neuen Berufsschulzentrums vorzubereiten, den beide Rottweiler Beruflichen Schulen (Erich-Hauser-Gewerbeschule und Nell-Breuning-Schule) gemeinsam nutzen.

Zunächst war die nahe gelegene Kreissporthalle (neben Stadthalle und Spital, wie berichtet) in Augenschein genommen worden. „Aber das wäre die zweit- oder drittschlechteste Lösung gewesen“, sagte Landrat Wolf Rüdiger Michel beim telefonischen Pressegespräch. Der Saal im Neubau, auf den nun die Wahl gefallen ist, beinhaltet drei Einheiten mit zwischen 15 und 17 Betten, und diese Einheiten ließen sich mittels Sichtschutz noch teilen, wie Amtsleiter Thomas Seeger mitteilte.

Auch hier gilt laut Gesundheitsamts-Chef Dr. Heinz-Joachim Adam: Die Belegung erfolgt über den Hausarzt, der die Patienten dann anmeldet. So soll verhindert werden, dass zu viele Menschen gleichzeitig auf das Gelände kommen. Der Betrieb soll ach dann weitergehen können, wenn die Schule wieder geöffnet wird, sagte Michel.

Ein Blick ins Innere der künftigen Fieber-Ambulanz.

Schutzmaterial

„Schutzkleidung ist nach wie vor Mangelware“, sagte Landrat Michel. Das Land habe aber angekündigt, dass eine größere Lieferung demnächst ankomme und dann an die Landkreise verteilt werde. „Wir wissen aber nicht, was dabei ist und wie viel wir bekommen“, sagte Michel. Er habe von einer achtstelligen Anzahl an Schutz-Material gehört. Sobald die Lieferung angekommen sei, würde sie über den Verteilungs-Ausschuss an die Empfänger weitergeleitet.

Wie wirkt sich der Mangel nun beispielsweise in der Rottweiler Helios-Klinik aus? „Schon seit Anfang des Jahres hatte sich eine Task Force im Bereich Einkauf um die wichtigsten Schutzmaterialien für die Helios-Mitarbeiter gekümmert, um neben dem saisonal üblichen Bedarf auch die zusätzlichen Anforderungen bezüglich des Corona-Virus abdecken zu können“, scrhreibt die Klinik auf Nachfrage. „Generell lässt sich sagen, dass durch den weltweit gestiegenen Bedarf ein regelmäßiger Nachschub nicht immer garantiert werden kann. … Die Versorgungslage insgesamt ist angespannt, und wir tun hier in der Klinik alles, um den Verbrauch an Schutzmaterial auf ein Minimum zu reduzieren – immer mit der Maßgabe, dass dies im Hinblick auf die Sicherheit unserer Mitarbeiter vertretbar ist aber auch vor dem Hintergrund, dass wir alle nicht wissen, wie lange die Krise noch dauern wird und ob sich die allgemeine Lage ggf. noch verschlechtert“, schreibt die Klinik. „Ein Beispiel: Wir verwenden sowohl Mund-Nasen-Schutz als auch FFP-2-Masken inzwischen individuell mehrfach.“

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