Auf einem bisher recht unansehnlichen Streetballplatz hat die Stadt nach langen Diskussionen im Rat nun einen verkleinerten, aber durch Tore und Netze aufgewerteten Bolzplatz angelegt. Eine Leserbriefschreiberin hat in diesem Zusammenhang heftige Vorwürfe an die Stadtverwaltung und insbesondere an die Oberbürgermeisterin geäußert. Diese wehrt sich gegen „haltlose Beleidigungen“.
„Mit dieser Frau an der Rathausspitze hat sich nichts verbessert“, schreibt die Leserbriefautorin in einem in der Lokalzeitung veröffentlichten Brief. Zusagen würden nicht eingehalten, Anwohner vor vollendete Tatsachen gestellt. Der Platz sei umgestaltet worden, ohne zuvor mit den Anwohnern noch über „Nutzergruppen und Öffnungszeiten“ zu sprechen. „Wo bleibt denn die versprochene bürgernahe Kommunikation von Frau OBin Eisenlohr? Kann man vergessen.“
Die Leserbriefschreiberin beklagt, dass Streetworking „beim JUKS zu viel Mühe“ sei. „Krach, Müll, unschöne Szenen und an Belästigung und Beleidigungen grenzendes Verhalten“ beklagt sie. Ihr Fazit: Das sei „ein Tiefpunkt für die Politik und ein Tiefschlag gegen Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt“.


„Bei der Wahrheit bleiben“
Nach Erscheinen des Leserbriefs hat sich Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr in einem „Offenen Brief“ an die Schreiberin und die Öffentlichkeit gewandt: „In meiner Funktion bin ich es gewohnt, Manches einfach stehen zu lassen und nicht alles zu kommentieren. Ihr Leserbrief geht jedoch zu weit: Er enthält haltlose Beleidigungen und vor allem eines, die Unwahrheit“, schreibt Eisenlohr. „Eine Zusage von mir, ich würde mit Ihnen noch über Nutzergruppen und Uhrzeiten sprechen, gibt es nicht und gab es nie.“
Vielmehr habe der Gemeinderat am 23.Juli.2020 beschlossen, „dass das Spielgelände am Höfle von morgens 8 Uhr bis abends 20 Uhr für Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre geöffnet sein soll“. Soweit sie sich erinnere sei die Schreiberin selbst oder zumindest Mitglieder ihrer Familie an diesem Tag bei der Sitzung in der Aula des Gymnasiums dabei gewesen. „Sie wissen das also“, so Eisenlohr. Der Beschluss des Rats gelte bis heute. Die Oberbürgermeisterin schließt: „Ich bitte Sie, in Zukunft bei der Wahrheit zu bleiben.“
Die NRWZ hat immer wieder über die Diskussion um die Platzgestaltung berichtet:
https://www.nrwz.de/schramberg/stadt-will-spielgelaende-an-der-hoeflestrasse-aufwerten/269594
https://www.nrwz.de/schramberg/hoefleplatz-umbau-noch-dieses-jahr/270284
und auch hier https://www.nrwz.de/schramberg/heldenhof-hallen-und-hoefle-im-visier/269875
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