Für NRWZ.de+ Abonnenten: 

So wird der Advent am schönsten

Traditionen pflegen, Momente genießen, Vorfreude zelebrieren

Der erste Advent markiert den Beginn einer ganz besonderen Zeit. Wochen voller Lichterglanz, würziger Düfte und kostbarer Momente mit den Menschen, die uns am Herzen liegen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie diese Wochen zu etwas ganz Besonderem machen – fernab von Hektik und Konsumrausch.

Der Advent ist da und mit ihm die schönste Zeit des Jahres. Eine Zeit der Besinnlichkeit, der Vorfreude und des gemütlichen Beisammenseins. Doch wie gestalten wir den Advent wirklich zauberhaft und stressfrei? Hier sind unsere besten Tipps, damit diese besondere Zeit unvergesslich wird.

Das Herz des Advents: der Adventskranz

Kaum ein Symbol verkörpert die Adventszeit so sehr wie der Adventskranz. Ob klassisch mit Tannengrün und roten Kerzen oder modern interpretiert mit Eukalyptus und schlanken weißen Stabkerzen – der Kranz wird zum Mittelpunkt Ihrer vorweihnachtlichen Dekoration. Das gemeinsame Anzünden der Kerzen am Sonntagmorgen schafft ein Ritual, das besonders für Familien mit Kindern kostbar ist.

Ein selbst gebundener Kranz trägt dabei eine unverwechselbare Magie in sich. Die Arbeit mit den duftenden Zweigen, das Auswählen der Materialien und das kreative Gestalten stimmen bereits auf die kommenden Wochen ein. Wer es zeitlich nicht schafft, findet bei lokalen Floristen wunderbare handgemachte Exemplare, die jeden Tisch in ein festliches Zentrum verwandeln.

„Advent heißt Ankunft – eine Zeit des Wartens, des Hoffens und der stillen Vorfreude.“

Düfte, die verzaubern

Nichts weckt Erinnerungen so unmittelbar wie Gerüche. Der Duft von Zimt, Nelken, Orangen und frisch gebackenen Plätzchen versetzt uns augenblicklich in die Adventsstimmung unserer Kindheit. Nutzen Sie diese Kraft: Ein Topf mit Glühwein auf dem Herd, eine Schale mit Bratäpfeln im Ofen oder einfach einige Tropfen ätherisches Orangenöl in einer Duftlampe verwandeln Ihr Zuhause in eine Oase der Behaglichkeit.

Besonders stimmungsvoll: Stellen Sie Ihre eigene Raumduftmischung her. Kochen Sie Wasser mit Zimtstangen, Sternanis, Nelken und Orangenschalen auf und lassen Sie es bei niedriger Hitze ziehen. Der entstehende Duft ist natürlich, dezent und unvergleichlich authentisch.

Lichterzauber für dunkle Tage

In der dunkelsten Zeit des Jahres gewinnt Licht eine besondere Bedeutung. Kerzen in allen Formen und Größen, Lichterketten an Fenstern und Zweigen, ein knisterndes Kaminfeuer – sie alle trotzen der Dunkelheit und schaffen Inseln der Wärme. Achten Sie dabei auf warmes, gelbliches Licht, das Geborgenheit vermittelt, und vermeiden Sie kaltweiße Beleuchtung.

Ein besonderer Tipp: Sammeln Sie unterschiedliche Gefäße – alte Einmachgläser, Windlichter, Laternen – und gruppieren Sie diese auf einem Tablett oder der Fensterbank. Das Zusammenspiel verschiedener Lichtquellen erzeugt eine lebendige, einladende Atmosphäre, die jeden Raum verwandelt.

Traditionen schaffen und pflegen

Was macht Ihren Advent besonders? Vielleicht ist es das gemeinsame Plätzchenbacken am zweiten Adventswochenende, der Besuch auf dem Weihnachtsmarkt mit heißem Kakao, das Vorlesen von Weihnachtsgeschichten oder das gemeinsame Singen am Adventskranz. Traditionen geben der Zeit Struktur und schaffen Erinnerungen, die ein Leben lang halten.

Dabei müssen es keine großen Gesten sein. Manchmal sind es die kleinen Rituale, die sich einprägen: der erste Lebkuchen der Saison, das Öffnen des Adventskalenders bei einer Tasse Tee, der Sonntagsspaziergang durch den Winterwald. Finden Sie heraus, was Ihre Familie zusammenbringt, und pflegen Sie diese Momente bewusst.

Entschleunigung als Geschenk

Der Advent ist paradoxerweise oft die stressigste Zeit des Jahres. Geschenke müssen besorgt, Feiern organisiert, Erwartungen erfüllt werden. Doch die ursprüngliche Bedeutung dieser Wochen liegt im Gegenteil: im Innehalten, in der Besinnung, im bewussten Warten. Schenken Sie sich selbst diese Entschleunigung.

Planen Sie bewusst freie Abende ein, an denen nichts passieren muss. Legen Sie das Handy beiseite, zünden Sie Kerzen an und genießen Sie einfach das Zusammensein. Lesen Sie ein fesselndes Buch, hören Sie Musik, die Sie berührt, oder führen Sie Gespräche, für die sonst keine Zeit bleibt. Diese Stunden der Ruhe sind das kostbarste Geschenk, das Sie sich und Ihren Liebsten machen können.

Mit Kinderaugen sehen

Kinder erleben den Advent mit einer Intensität, die uns Erwachsenen oft verloren gegangen ist. Die Aufregung beim Öffnen des Adventskalenders, das Staunen über die Lichter, die unbändige Vorfreude auf das Christkind oder den Weihnachtsmann – lassen Sie sich davon anstecken. Versuchen Sie, die Welt durch ihre Augen zu sehen, und Sie werden die Magie dieser Zeit neu entdecken.

Auch ohne eigene Kinder können Sie sich diese Perspektive bewahren: Besuchen Sie eine Krippenausstellung, basteln Sie Weihnachtsschmuck, schreiben Sie Wunschzettel. Der spielerische Zugang zur Adventszeit befreit von Perfektionismus und erinnert uns daran, worum es eigentlich geht: um Freude, Hoffnung und das Wunder der Weihnacht.

„Die beste Zeit für einen Neuanfang ist jetzt – und der Advent lädt uns ein, innezuhalten und das Wesentliche wiederzufinden.“

Die Magie des Lichts

Kerzen, Lichterketten und Adventskranz – sie verwandeln jeden Raum in eine kleine Oase des Lichts. Wer abends das elektrische Licht dimmt und lieber ein paar Kerzen anzündet, spürt sofort, wie eine sanfte Ruhe einkehrt. Besonders reizvoll ist es, wenn jede Adventskerze mit einem Wunsch oder Gedanken entzündet wird.

Kleine Momente, große Freude

Advent heißt nicht, alles perfekt zu machen. Es geht um kleine, bewusste Momente: einen Spaziergang im kalten Winterlicht, ein spontanes Treffen auf dem Weihnachtsmarkt oder das gemeinsame Backen von Plätzchen. Solche Augenblicke bleiben oft länger im Gedächtnis als die makellose Dekoration.

Zeit für das Zuhause

Gerade im Advent wird das eigene Zuhause zum Mittelpunkt. Warme Decken, ein Adventskranz auf dem Tisch und vielleicht ein selbst gemachter Türkranz lassen Geborgenheit entstehen. Auch der Duft spielt dabei eine Rolle: Orangen, Gewürze oder Tannenzweige schaffen ein festliches Aroma, das Erinnerungen weckt.

Stille zulassen

Vielleicht ist das Schönste am Advent die Einladung zur Ruhe. Ein Abend ohne Handy, dafür mit einem Buch, Musik oder einfach Stille, kann wie ein Geschenk an sich selbst wirken. Diese Atempausen schaffen Raum für das Wesentliche – und lassen die Vorfreude auf Weihnachten wachsen.

Der Advent kann hektisch sein, aber er darf auch sanft leuchten. Wer kleine Rituale pflegt, Kerzen anzündet und Zeit mit Menschen verbringt, die Herzen wärmen, findet zu jener stillen Freude zurück, die den Advent so besonders macht.

Vier Tipps

1. Achtsamkeit statt Hektik

Gerade in der Vorweihnachtszeit neigen wir dazu, uns von Terminen und Erwartungen stressen zu lassen.

  • Bewusste Auszeiten: Planen Sie bewusst Pausen ein. Ein Spaziergang im kalten Wetter, ein heißes Bad oder einfach nur eine Tasse Tee auf dem Sofa – diese kleinen Momente sind Gold wert.
  • Weniger ist mehr: Muss wirklich jeder Termin wahrgenommen werden? Oder jedes Geschenk perfekt sein? Konzentrieren Sie sich auf das Wesentliche und lassen Sie Perfektionismus los.
  • Selbstgemachtes: Statt Last-Minute-Shopping in überfüllten Geschäften: Wie wäre es mit selbstgemachten Geschenken oder kleinen Aufmerksamkeiten? Das spart Stress und kommt oft von Herzen.

2. Die richtige Atmosphäre schaffen

Bevor die Hektik der Vorweihnachtszeit richtig losgeht, nehmen Sie sich bewusst Zeit, Ihr Zuhause auf den Advent einzustimmen.

  • Adventskranz: Ohne ihn geht nichts! Ob klassisch mit roten Kerzen oder modern und minimalistisch – der Adventskranz ist das Herzstück der Dekoration.
  • Beleuchtung: Tauschen Sie helles Licht gegen warmes, indirektes Licht. Lichterketten, Laternen und natürlich Kerzen schaffen eine unglaublich gemütliche Stimmung.
  • Düfte: Der Geruch von Weihnachten ist unverwechselbar! Backen Sie Plätzchen, lassen Sie eine Duftlampe mit Zimt- oder Orangendüften laufen oder stellen Sie frische Tannenzweige auf.

3. Rituale für Groß und Klein

Rituale geben dem Advent Struktur und lassen uns die Zeit bewusster erleben.

  • Der Adventskaffee: Planen Sie an den Adventssonntagen gemütliche Nachmittage mit Kaffee, Tee und den ersten Weihnachtsplätzchen. Laden Sie Freunde oder Familie ein oder genießen Sie es einfach nur zu zweit oder allein.
  • Vorlesen: Nehmen Sie sich jeden Abend ein paar Minuten Zeit, um eine Weihnachtsgeschichte vorzulesen. Das entspannt und stimmt auf die Feiertage ein.
  • Gemeinsam backen: Plätzchenbacken ist ein Muss! Der Duft, das Naschen vom Teig und das gemeinsame Verzieren machen Groß und Klein Spaß.

4. Die Freude am Geben entdecken

Der Advent ist auch eine Zeit, an andere zu denken.

  • Spenden: Ob Kleidung, Spielzeug oder eine kleine Geldspende – es gibt viele Möglichkeiten, Bedürftigen in der Weihnachtszeit eine Freude zu machen.
  • Ehrenamt: Engagieren Sie sich ehrenamtlich, zum Beispiel in einer Suppenküche oder bei einer Weihnachtsfeier für Alleinstehende. Das Gefühl, Gutes zu tun, ist unbezahlbar.
  • Kleine Gesten: ein freundliches Wort, ein Lächeln oder eine kleine Geste der Hilfsbereitschaft – manchmal sind es die kleinen Dinge, die den größten Unterschied machen.



Abonnieren
Benachrichtigen bei
0 Kommentare
Neueste
Älteste Meistbewertet
Inline-Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen
Back to top button
0
Ihre Meinung würde uns sehr interessieren. Bitte kommentieren Sie.x
Close

Adblocker gefunden.

Vielen Dank für Ihren Besuch auf NRWZ.de. Unser System hat erkannt, dass Sie einen Adblocker installiert haben, der die Auslieferung von Anzeigen blockiert. NRWZ.de finanziert sich aber zu einem hohen Grad über Anzeigen, weshalb wir Sie bitten, den Adblocker für unsere Website zu deaktivieren. Vielen Dank für Ihr Verständnis!