Nach­dem die Cau­sa „Orts­vor­ste­her Lutz“ vie­le Emo­tio­nen auf­wir­bel­te und die Zei­tun­gen Kom­men­ta­re druck­ten, die nur einen klei­nen Teil der Pro­ble­ma­tik beschrie­ben, möch­te ich als Ex-Ort­schafts­rä­tin mei­ne Sicht dar­stel­len:

Bereits im Mai 2018 (!) gab es im Ort­schafts­rat die ers­ten Dis­kus­sio­nen über das Ver­hal­ten des Orts­vor­ste­hers. Es ging um ver­wal­tungs­tech­ni­sche Inter­na grö­ße­ren Umfangs und um sei­ne Art der Amts­füh­rung. Es gab vie­le Dis­kus­sio­nen, was noch trag­bar  war und was nicht. Immer wie­der ver­stieß der Orts­vor­ste­her gegen Anwei­sun­gen, die er von der Ver­wal­tung erhielt. Trotz meh­re­rer Per­so­nal­ge­sprä­che mit der Ver­wal­tung änder­te er sein Ver­hal­ten nicht. Er brach­te dadurch die Ver­wal­tung in Schram­berg (und den Gemein­de­rat) gegen sich auf.

Es kann ja sein, dass die Ten­nen­bron­ner den Kon­fron­ta­ti­ons­kurs des Orts­vor­ste­hers gut fan­den und fin­den, aber in der Sache hat die­ser Kurs Ten­nen­bronn gescha­det. Statt unse­re Beschlüs­se in den Schram­ber­ger Gre­mi­en zu ver­tre­ten, stell­te er in unzäh­li­gen E‑Mails an die Ver­wal­tung For­de­rung über For­de­rung, von denen vie­le nicht mit dem Ort­schafts­rat abge­stimmt waren. Als Orts­vor­ste­her hat er mei­nes Erach­tens das Ver­hält­nis nach Schram­berg sehr ver­schlech­tert.

Über sei­ne Loya­li­täts­pflicht wur­de schon hin­rei­chend berich­tet. Dass er dage­gen ver­sto­ßen hat (und, neben­bei bemerkt, den Ort­schafts­rä­ten mit sei­ner Akti­on in den Rücken fiel), war ein Feh­ler, aber nicht der größ­te und schon gar nicht der ein­zi­ge!

Mit­nich­ten ist das schlech­te Ver­hält­nis Herzog/Strobel der Aus­lö­ser für die Ent­schei­dung, die jetzt im neu­en Ort­schafts­rat getrof­fen wur­de. Lutz Stro­bel wird in der Ver­wal­tung ein­ge­setzt wer­den und Ten­nen­bronn erhält die Chan­ce auf einen neu­en Orts­vor­ste­her.

Susan­na Eier­mann, Ten­nen­bronn