Vom Turm fällt der ereste Blick auf den Omsdorfer Hang - die Feststellung von Peter Hauser scheint zu stimmen, wie dieses Bild zeigt. Archiv-Foto: wede

Es hat in der Kas­se geklin­gelt: Die Stadt­bau hat 2017 einen Bilanz­ge­winn von 476.000 Euro gemacht. Dies berich­te­te Betriebs­lei­ter Peter Hau­ser dem Gemein­de­rats-Aus­schuss.

Auch wenn das nun der drit­te Jah­res­über­schuss in Fol­ge ist: Ein sol­cher Gewinn ist nicht jedes Jahr zu erwar­ten, sag­te Hau­ser. Zum Einen wur­den drei Woh­nun­gen in der Innen­stadt ver­kauft und, weil die­se schon abge­schrie­ben waren, damit ein Buch­ge­winn erzielt. Und zum Ande­ren muss­ten weni­ger Zin­sen als bis­her aus­ge­ge­ben wer­den, weil neue Kre­di­te zu güns­ti­gen Kon­di­tio­nen genom­men wur­den. Die Stadt­bau braucht das finan­zi­el­le Pols­ter auch, sag­te Hau­ser, denn sie hat noch gro­ße Auf­ga­ben vor sich. Bei­spiels­wei­se die Erstel­lung von Sozi­al­woh­nun­gen im Neu­bau­ge­biet Spi­tal­hö­he. Und die Sanie­rung von Miet­woh­nun­gen im Bir­ken­weg.

Saniert wur­den auch die Wohn­häu­ser am Oms­dor­fer Hang, die über meh­re­re Jah­re läuft. „120 Woh­nun­gen saniert, moder­ni­siert und mit Bal­ko­nen aus­ge­stat­tet“, sag­te Hau­ser. Zugleich wur­de das Umfeld neu gestal­tet – „der Oms­dor­fer Hang ist jetzt vor­zeig­bar“, und: Wer vom Turm aus nach Rott­weil blickt, der sieht zuerst den O-Hang.

Wer so schö­ne Woh­nun­gen hat, dem blei­ben auch die Mie­ter: Hau­ser kon­sta­tier­te einen star­ken Rück­gang der Fluk­tua­ti­on, „die Leu­te wol­len ein­fach län­ger blei­ben.“ Kehr­sei­te: Die Lis­te derer, die ger­ne eine Stadt­bau-Woh­nung hät­ten, hat sich deut­lich erhöht. Dabei ist die­se Lis­te jeweils auf ziem­lich neu­em Stand, denn die Woh­nungs­su­chen­den müs­sen sich alle sechs Mona­te mel­den, damit die Wohn­bau weiß, wer noch einen Woh­nung sucht. Mit dem Bau wei­te­rer Miet­woh­nun­gen möch­ten Hau­ser und sei­ne Mit­ar­bei­ter die Lis­te abbau­en.

Pro­ble­me mit „Miet­no­ma­den“ hat­te die Stadt­bau bis­her nicht, berich­te­te Hau­ser auf Nach­fra­ge, und auch die Miet­rück­stän­de sei­en „mar­gi­nal“, näm­lich 0,4 Pro­zent – „eine ordent­li­che Zah­lungs­mo­ral.“

Da durf­te sich Hau­ser viel Lob für die vor­bild­li­che Arbeit anhö­ren. Und den Jah­res­ab­schluss geneh­migt – jeden­falls als Vor­be­ra­tung.

Info: „Der Eigen­be­trieb Stadt­bau Rott­weil ist ein Unter­neh­men der Stadt Rott­weil. Wir ver­mie­ten und ver­wal­ten Wohn­raum und füh­ren Stadt­ent­wick­lungs- und Sanie­rungs­maß­nah­men durch“, beschreibt die Stadt­bau ihre Auf­ga­ben im Inter­net. Der­zeit gehö­ren ihr rund 300 Woh­nun­gen.