Auf ein erfolgreiches Jahr und auch auf fast 18 Jahre voller glanzvoller Momente blickte der Mädchenchor Rottweil bei seiner Jahreshauptversammlung zurück. Denn Martin Köchling, der 14 Jahre den Vorsitz innehatte, gab nun den Stab weiter und zieht sich in die zweite Reihe zurück. Zu seinem Nachfolger wählte die Versammlung Andreas Trenkle, dessen beide Töchter nun auch schon eine Weile im Chor mitsingen.
Rottweil – Fast 18 Jahre sind seit der spannenden Gründung vergangen: Damals sorgte der Zwist zwischen der Kirchenverwaltung und dem damaligen Leiter der Mädchenkantorei, Andreas Puttkammer, für die schnelle Gründung des neuen Chors samt Verein am 7. November 2008. „Jürgen Mehl hat hier um 21.35 Uhr die Sitzung eröffnet,“ erinnerte sich Marcel Raffoul, der nun auch sein Amt als Kassenprüfer abgab. „Wir sind damals vom Gemeindezentrum der Auferstehung-Christi-Gemeinde in die Konrad-Witz-Schule gewandert, nachdem es seitens der Kirchenverwaltung kein Einlenken gab.“
Bei der Sitzung zuvor, oben am Krummen Weg, seien damals 98 Prozent der Anwesenden aufgestanden und in die kurzfristig anberaumte Vereinsgründung im Musikpavillon gegangen. „48 Leute waren wir, und wir haben ohne Entlastung und Gegenstimmen den Mädchenchor Rottweil gegründet.“ Die anfängliche Sorge, man könnte das Geld nicht zusammenbekommen, um die Arbeit von Andreas Puttkammer zu bezahlen – der den neuen Chor seitdem leitet – erwiesen sich bald als unbegründet.
Heute steht der Verein samt Chor hervorragend da, die Finanzen, die inzwischen Sarah Puttkammer verwaltet, stimmen, und Sängerinnen hat man auch genug, sowohl junge wie ältere, die teilweise von Anfang an dabei sind – oder sogar einst in der Mädchenkantorei angefangen haben. „Wir waren ja schon pessimistisch, ob das lange gut geht“, erinnerte sich auch Martin Köchling.
Nun wird der Chor volljährig, und im neuen Vorstand sind nicht nur Eltern, sondern auch Sängerinnen vertreten. Einstimmig gewählt wurden Andreas Trenkle und Martin Köchling als sein Vize, Sarah Puttkammer (Kasse), Katja Chudoba (Schriftführerin), und die Beisitzerinnen Sabine Fietz, Salome Ehrenberger, Heike Mink-Schaumann, Markus Kammerer, Hélène Marcel und Moni Marcel. Für Marcel Raffoul und Tanja Flaig übernehmen Tobias Efinger und Wolfgang Eichlinger zukünftig die Kassenprüfung. „Wir fühlen uns hier zuhause“, betonte Tobias Efinger. „Die Mädchen sind beseelt und glücklich, wenn sie von den Proben kommen.“ Mit einem Geschenk verabschiedet wurden Albrecht Löbner, Maren Löbner, Finni Hezel, Miriam Marcel, Hans-Jürgen Ramm, Tanja Flaig und Marcel Raffoul.
Auch Chorleiter Andreas Puttkammer dankte den Aktiven in Verein und Chor, „er ist ein Teil meines Lebens. Es ist beeindruckend, was wir alles zusammen gestemmt haben!“ Geplant ist auch schon richtig viel für die kommenden Monate. Das nächste Konzert gibt es am Palmsonntag um 18 Uhr auf dem Dreifaltigkeitsberg, am 17. April ist ein gemeinsamer Auftritt des B-Chors mit dem Chor der Waldorfschule geplant, und am 10. Mai geben die Mädchen zusammen mit dem Schulchor der Konrad-Witz-Schule ihr Muttertagskonzert im Rottenmünster.
Noch vor den Sommerferien wird es einen Aufnahmetag für neue Sängerinnen geben, nach den Ferien ist dann ein Chorwochenende für den B-Chor geplant. Die älteren Sängerinnen vom A-Chor werden im Oktober eine Chorreise nach Coburg machen. Und auch im Advent wird es wieder mehrere Konzerte geben, die man sich schon vormerken kann: Am 29. November beim Weihnachtsmarkt im Rottenmünster, am 5. Dezember in Engen, am 6. Dezember in der Johanneskirche in Villingen und am Hl. Abend in der Kirche in Aixheim.

