Das Bauvorhaben an der Basler Straße wird der Eigenbetrieb Stadtbau wohl nicht verwirklichen können. Hier sollte günstiger Wohnraum geschaffen werden. Doch das war der einzige Wermutstropfen, den Stadtbau-Leiter Erik Fiss dem Rottweiler Gemeinderat mitteilen musste.
Rottweil – Bei der Vorstellung des Wirtschaftsplans 2026 berichtete Fiss, dass sich die Fördermöglichkeiten nicht im erhofften Rahmen befänden. Er sprach dann auch von einem möglichen Verkauf des Grundstücks. Über das weitere Vorgehen wird dann aber der Gemeinderat beraten und beschließen.

Fiss gab eine Übersicht über einzelne Maßnahmen. In der Hochwaldstraße 1 bis 3 sind noch einige Arbeiten im Gange – auch, weil ein beauftragter Handwerksbetrieb in Insolvent gegangen sei und daher nicht weiterarbeiten konnte.

Aber das Haus, Mitte der 60er-Jahre gebaut, sieht nun fast wieder aus wie neu: Das Satteldach wurde zugunsten eines Flachdachs abgebaut. Dazu wurde dort eine Gefälle-Wärmedämmung, Flachdachabdichtung und eine PV-Anlage auf die oberste Decke eingebaut. Einige Maßnahmen wie die Renovierung des Treppenhauses folgen noch. Von außen wahrnehmbar sollen dann die Balkone auf der Rückseite des Hauses werden und die Herstellung der Außenanlagen.

Ruckgaberstraße
Weiter in Planung sind die Häuser in der Ruckgaberstraße 16 bis 22. Hier rechnet Fiss damit, dass die vorhandenen Häuser abgerissen werden und neue entstehen. Weil die Stadtbau ein angrenzendes Grundstück gekauft hat und ein weiteres in dem Viertel erwerben könne, sei es möglich, den Mietern der vorhandenen Wohnungen neu gebaute Wohnungen anzubieten. Ein „konsensfähiger städtebaulicher Vorschlag“ (Fiss) erarbeite die Stadtbau gerade. Fiss will diesen im Januar oder Februar vorstellen.
Die städtischen Wohnungen sind nach wie vor beliebt: Wie Fiss berichtete, liegt die Zahl der vorgemerkten Mietinteressenten bei 90 Haushalten. Die Mieter zahlen ganz überwiegend pünktlich ihre Miete. Es gab 2025 allerdings mehr Rückstände als in den Jahren zuvor (11.000 Euro). Dies liege aber etwa zur Hälfte an einer Mietpartei, der dann auch gekündigt worden sei.
Für Renovierung von Wohnungen sieht der Wirtschaftsplan 400.000 Euro vor. Insgesamt rechnet Fiss 2026 mit einem Jahresgewinn von 160.000 Euro, nach einem Gewinn im Jahr 2025 von 116.000 Euro.
Der Gemeinderat stimmte dem Wirtschaftsplan einmütig zu.



