Das Studienzentrum Rottweil im Neckartal. Foto: pm

Mit jähr­lich 80.000 Euro will die Stadt Rott­weil das Stu­di­en­zen­trum der Hoch­schu­le Furt­wan­gen im Neckar­tal unter­stüt­zen. Dort geht offen­bar das Geld aus, sei­tens Drit­ter lägen kei­ne Finan­zie­rungs­zu­sa­gen vor.

Neben den zwei Stand­or­ten im Schwarz­wald-Baar-Kreis und in Tutt­lin­gen betreibt die Hoch­schu­le Furt­wan­gen auch ein Stu­di­en­zen­trum in Rott­weil. Das sei „über­aus erfreu­lich”, so die Stadt­ver­wal­tung in einer Vor­la­ge an den Gemein­de­rat. Die­ser hat­te am Mitt­woch die Gel­der frei­zu­ge­ben.

Nicht­öf­fent­lich ist das alles schon bera­ten wor­den. Am Mitt­woch fiel damit nur der for­ma­le Beschluss. Damit wur­de ein bereits im Haus­halt ein­ge­preis­ter Betrag frei­ge­ge­ben, auf dem ein Sperr­ver­merk gele­gen hat­te.

Laut dem Fach­be­reichs­lei­ter, Bernd Pfaff, bestehe die Not­wen­dig­keit, dass die Stadt zei­ge, dass sie hin­ter der Ein­rich­tung ste­he. Die Stadt­rä­te sahen es eben­so, auch zur Stär­kung des Bil­dungs­stand­orts und als Berei­che­rung der Bil­dungs­land­schaft.

Aller­dings sehen die Räte auch den Land­kreis als mög­li­chen Geld­ge­ber in der Pflicht. Die Stadt hat den Auf­trag erhal­ten, mit der Kreis­be­hör­de über die Über­nah­me eines Anteils zu ver­han­deln.

Auf 500 Qua­drat­me­tern Labor- und Büro­flä­che fin­det seit dem Som­mer­se­mes­ter 2016 der Stu­di­en­be­trieb im Rott­wei­ler Neckar­tal statt. Natio­na­le und inter­na­tio­na­le For­schungs­stu­di­en wür­den unter der Feder­füh­rung von Pro­fes­sor Vol­ker Bucher dort umge­setzt.

Zugleich koope­riert das Stu­di­en­zen­trum mit den städ­ti­schen Gym­na­si­en und dem tech­ni­schen des Land­krei­ses. „Die­se Koope­ra­tio­nen sind beid­sei­tig sehr befruch­tend”, lobt die Stadt. Vie­le Rott­wei­ler Schü­ler hät­ten die Labo­re im Rah­men von Prak­ti­ka bereits besucht.

Aller­dings wach­se der Finanz­druck auf die Ein­rich­tung – und deren Bestand ernst­haft gefähr­det, wie die Stadt warnt. Des­halb wol­le sie die lau­fen­den Betriebs­kos­ten von 80.000 Euro pro Jahr über­neh­men. Dar­auf woll­te sich die Stadt für die nächs­ten vier Jah­re ver­pflich­ten.