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Rottweil
Dienstag, 10. Dezember 2019
Start Schram­berg Ab Don­ners­tag ist die Umfah­rung Sul­gen gesperrt

Ab Donnerstag ist die Umfahrung Sulgen gesperrt

Zwi­schen Schram­berg-Tal und Hardt ist bis Ende der Feri­en zu / Im Ber­neck­tal wird gebaut / Rich­tung Schiltach gibt es Ampeln

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Schram­berg. Mit Ver­kehrs­be­hin­de­run­gen müs­sen die Auto­fah­rer in und um Schram­berg auch in den kom­men­den Mona­ten rech­nen. Wäh­rend zwi­schen Hardt und der Schram­ber­ger Tal­stadt kom­plett gesperrt ist, regeln zwi­schen der Tal­stadt und Ten­nen­bronn an zwei Stel­len Ampeln den Ver­kehr im Ber­neck­tal, auch Rich­tung Schiltach wird gebaut. Die Umfah­rung Sul­gen ist ab Don­ners­tag, 8. August, gesperrt, ab dann rollt der Ver­kehr durch Sul­gen über den Bären­platz. Dort gibt es einen Ring­ver­kehr.

Zwar ver­su­chen die Ver­ant­wort­li­chen von Stadt, Land­rats­amt und Regie­rungs­prä­si­di­um die Bau­maß­nah­men so gut wie mög­lich auf­ein­an­der abzu­stim­men und auch den Ver­kehr mög­lichst flüs­sig zu hal­ten, doch mit gewis­sen Ein­schrän­kun­gen müs­sen die Auto­fah­rer in den nächs­ten Mona­ten rech­nen.

B 462: Umfah­rung Sul­gen

Die Umfah­rung Sul­gen im Zuge der Bun­des­stra­ße 462 wird am Don­ners­tag, 8. August, voll gesperrt. Die Arbei­ten, um die Sper­rung umzu­set­zen, wer­den, wie Joa­chim Hil­ser vom Stra­ßen­bau­amt beim Land­rats­amt Rott­weil auf Anfra­ge der NRWZ infor­miert, rund einen hal­ben Tag dau­ern. Die Sper­rung für die Stra­ßen­bau­ar­bei­ten soll dann bis Mit­te Dezem­ber bestehen.

Wer aus der Schram­ber­ger Tal­stadt kommt, wird unter­halb des frü­he­ren Auto­hau­ses Hils ab Don­ners­tag Rich­tung Sul­gen gelei­tet. Dort besteht seit rund vier Wochen ein Ring­ver­kehr als zwei­spu­ri­ge Ein­bahn­stra­ße. Ab Don­ners­tag wird der tal­wärts flie­ßen­den Ver­kehr wie­der am ehe­ma­li­gen Auto­haus Hils vor­bei­rol­len, über die Brü­cke fah­ren und dann auf die vier­spu­ri­ge Bun­des­stra­ße flie­ßen.

Schwie­rig wird es für jene Auto­fah­rer, die aus Rich­tung Ecken­hof über die David-Dei­ber-Stra­­ße Rich­tung Tal wol­len. Wegen des dann recht star­ken Ver­kehrs wird dies auch aus Sicht von Joa­chim Hil­ser schwie­rig wer­den. Da es bei allen Umlei­tun­gen in den ers­ten zwei bis drei Tagen immer schwie­rig ist, wie Hil­ser aus Erfah­rung weiß, wird man die Situa­ti­on erst ein­mal beob­ach­ten und dann ent­schei­den. Hier kann es durch­aus sein, dass ent­schie­den wird, dass aus der David-Dei­ber-Stra­­ße nur noch rechts Rich­tung Bären­platz abge­bo­gen wer­den kann, aber nicht mehr nach links. Ent­schie­den ist dies aber noch nicht. Wer aus der Tal­stadt Rich­tung Hal­den­hof möch­te, muss erst über den Innen­ring fah­ren und dann wie­der abwärts – oder vor­her eine Wen­de­mög­lich­keit fin­den.

Am Bären­platz selbst wird der Ver­kehr mit Ampeln gere­gelt. Beim ehe­ma­li­gen Gast­haus „Hasen“ (heu­te „Oli­ve“) wird erst ein­mal getes­tet, ob man ohne Ampel aus­kommt. Wenn dies nicht klappt, wird der Ver­kehr durch Ampeln gere­gelt.

Bereits im Kin­zig­tal wer­den die Auto­fah­rer auf die erschwer­te Durch­fahrt in Sul­gen hin­ge­wie­sen. So hofft man, dass eini­ge Fah­rer den Weg über Gut­ach und Horn­berg wäh­len.

Was eine spä­te­re Ver­kehrs­re­ge­lung nach der Auf­he­bung der Sper­rung der Umfah­rung anbe­trifft, sieht Hil­ser die Ent­schei­dung bei der Stadt. Zwar wer­de man als Fach­be­hör­de sich betei­li­gen und die not­wen­di­gen tech­ni­schen The­men anspre­chen, ob der Innen­ring aber bleibt sei Sache der Stadt bezie­hungs­wei­se des Gemein­de­rats. Hil­ser weist nur dar­auf hin, dass die dann not­wen­di­gen Ände­run­gen an Ver­kehrs­in­seln und Kur­ven­ra­di­en Kos­ten ver­ur­sa­chen.

Fer­tig sein soll die Sanie­rung der Umfah­rung Sul­gen bis Mit­te Dezem­ber. Hil­ser hofft zwar, dass die Arbei­ten frü­her abge­schlos­sen wer­den kön­nen, möch­te aber kei­ne fal­schen Ver­spre­chun­gen machen und hält sich des­halb mit mög­li­chen frü­he­ren Ter­mi­nen zurück; zumal auch das Wet­ter eine Rol­le spielt.

Da die Umfah­rung heu­te höhe­ren Belas­tun­gen stand­hal­ten muss, als noch zu jener Zeit, zu der sie gebaut wur­de, muss der Belag künf­tig stär­ker sein. Der Belag, die Schutz­plan­ken und die Mar­kie­run­gen müs­sen auf einer Län­ge von drei Kilo­me­ter erneu­ert wer­den. Die Kos­ten von knapp vier Mil­lio­nen Euro bezahlt der Bund.

L 177: Hardt – Schram­berg-Tal

Zwi­schen Hardt und der Schram­ber­ger Tal­stadt wird die Gewöl­be­brü­cke über den Feu­ren­moos­bach saniert. Wäh­rend der Som­mer­fe­ri­en bleibt die Stre­cke kom­plett gesperrt, wie es in einer Pres­se­mit­tei­lung des Regie­rungs­prä­si­di­ums heißt. Die Umlei­tung erfolgt über Hardt und das Ber­neck­tal. Der fina­le Abschnitt erfolgt dann wie der ers­te Abschnitt unter halb­sei­ti­ger Sper­rung und Ampel­re­ge­lung. Die Fir­ma DIZWO aus Schram­berg hat den Auf­trag erhal­ten. Die Kos­ten betra­gen rund 310.000 Euro

L 175: Fels­si­che­rung im Ber­neck­tal Schram­berg-Ten­­nen­bronn

Das Lan­des­amt für Geo­lo­gie, Roh­stof­fe und Berg­bau hat in der Ver­gan­gen­heit mit dem Stra­ßen­bau­amt zusam­men Fels­be­rei­che im Ber­neck­tal ent­lang der L 175 Schram­berg – Ten­nen­bronn begut­ach­tet. Anhand die­ser Bege­hung wur­den Prio­ri­tä­ten für die Umset­zung der ein­zel­nen Siche­rungs­maß­nah­men fest­ge­legt. Die erfor­der­li­chen Siche­rungs­ar­bei­ten der Prio­ri­tät eins und teil­wei­se auch Prio­ri­tät zwei wur­den bereits in den Bau­ab­schnit­ten I bis III in Jah­ren 2013 bis 2017 abge­ar­bei­tet, wie Joa­chim Hil­ser vom Stra­ßen­bau­amt des Land­rats­amts Rott­weil infor­miert.

Um die Ver­kehrs­si­cher­heit wei­ter­hin zu gewähr­leis­ten müs­sen nun wei­te­re Maß­nah­men im vier­ten Bau­ab­schnitt durch­ge­führt. „Eine Ver­schie­bung der Aus­füh­rung der Fels­si­che­rungs­ar­bei­ten in das Jahr 2020 ist nicht rat­sam, da durch den Frost-Tau-Wech­­sel im kom­men­den Win­ter und die wei­te­re Desta­bi­li­sie­rung der Fels­mas­si­ve eine Voll­sper­rung in den Win­ter­mo­na­ten dro­hen wür­de“, gegen­über der NRWZ.

Die Arbei­ten lau­fen seit Ende Juli. Für die­se Arbei­ten ist zunächst eine halb­sei­ti­ge Sper­rung mit­tels Ampeln aus­rei­chend. „Auf­grund der Viel­zahl der Bau­stel­len im Bereich Schram­berg wur­de der Bau­be­ginn auf den Beginn der Schul­fe­ri­en gelegt, um die Beein­träch­ti­gung so gering wie mög­lich zu hal­ten“, so Hil­ser.

Es ist vor­ge­se­hen, dass die Arbei­ten bis Ende Mai 2020 abge­schlos­sen sind. Im wei­te­ren Ver­lauf des Bau­ab­schnitts IV wird im Früh­jahr 2020 eine Voll­sper­rung für rund vier Wochen erfor­der­lich wer­den. Das Auf­trags­vo­lu­men für die Siche­rungs­ar­bei­ten liegt für den vier­ten Bau­ab­schnit­te bei rund 1,25 Mil­lio­nen Euro. Rech­net man die Bau­ab­schnit­te eins bis vier zusam­men, so lie­gen die Bau­kos­ten bei fünf Mil­lio­nen Euro. Die­se trägt das Land. Hin­zu kom­men noch die Gut­ach­ter­kos­ten. Hier lau­fen der­zeit Gesprä­che zwi­schen dem Land und dem Land­rats­amt, um zu klä­ren, wer von bei­den die­se Kos­ten über­nimmt.

B 462: Schram­berg-Tal – Schiltach

Hier wird suk­zes­si­ve saniert, was die Ver­ant­wort­li­chen in ver­träg­li­chen Abschnit­ten umzu­set­zen ver­su­chen, wie Hil­ser infor­miert.

Kom­men­des Jahr

Auch im Jahr 2020 gehen die Arbei­ten im Ber­neck­tal wei­ter. Erst wenn der aktu­el­le vier­te Bau­ab­schnitt abge­schlos­sen ist, kön­nen Fach­leu­te sich ein Bild davon machen, ob nun alles sicher ist, oder ob nicht doch ein wei­te­rer Bau­ab­schnitt not­wen­dig wird.

Wenn der Kreis­tag zustimmt wird im kom­men­den Jahr die Kreis­stra­ße zwi­schen Sul­gen und Schön­bronn saniert. Dies steht aber erst fest, wenn der Kreis­tag den Haus­halts­plan für das kom­men­de Jahr 2020 beschlos­sen hat.

Auch zwi­schen Schram­berg und Schiltach soll es im Jahr 2020 wei­te­re Arbei­ten geben. Eines ver­si­chert Joa­chim Hil­ser: „Wir set­zen uns zusam­men. Die Plä­ne wer­den abge­stimmt.“

 

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