AWO geht ins Medzentrum

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Positive Neuigkeiten zum Medzentrum in Schramberg gab es am Freitagvormittag zu vermelden. Das Wichtigste: Die Arbeiterwohlfahrt wird im Medzentrum an der Lauterbacher Straße eine Tagespflege einrichten. „Die erste in Schramberg“, wie  Mirko Witkowski, Vorsitzender Gesellschafterversammlung AWO soziale Dienste und AWO-Kreisvorsitzender stolz bemerkte.  Etwa ein Dutzend Plätze sollen im  bisher noch freien Bereich im Erdgeschoss entstehen. Die AWO schließe damit eine Lücke in Schramberg.

Aus dem nahegelegenen Bacher-Hof wird die AWO ausziehen und die dort bisher angesiedelten Einrichtungen wie den Pflegedienst, die Organisation des „Essen auf Rädern“ und die Beratung in den neuen Räumlichkeiten unterbringen. Dafür bauen derzeit die Handwerker die Räume  in den großen freien Bereich ein. Für die eigentliche Einrichtung werde die AWO noch einmal 150.000 bis 200.000 Euro investieren, so der Geschäftsführer AWO soziale Dienste Peter Hirsch auf Nachfrage der NRWZ. Witkowski ist überzeugt, dass die Bündelung der AWO-Dienstleistungen mit den anderen Angeboten im Medzentrum für alle Beteiligten Vorteile bringen werde.

Der Plan für den AWO Bereich.

Baustein Pflege

Ina Hampel, Geschäftsführerin der IWG Ideenwelt Gesundheitsmarkt, erinnerte an die inzwischen schon mehr als sechs Jahre dauernde Reise Medzentrum Schramberg. Es sei für sie ein schönes Ereignis, dass nun auch die große Fläche im Erdgeschoss belegt werde. „Wir freuen uns, dass nun auch der Baustein Pflege vertreten ist.“ Der Weg sei „steinig und von Herausforderungen geprägt“ gewesen.

Fitnesscenter: Baubeginn im November spätestens

Mit Blick auf den zweiten Bauabschnitt, von dem derzeit nur eine Baugrube zu sehen ist, erklärte Hampel, sie rechne mit der endgültigen Baugenehmigung in zwei bis drei Wochen. Man habe für den künftigen Betreiber, ein Fitnessstudio, noch einige Änderungen vorgenommen und deshalb einen neuen Bauantrag stellen müssen. Spätestens im November würden die Baufirmen  mit dem Bau begonnen, so Hampel. Mitte 2022 werde man das Gebäude an den Betreiber im Rohbau übergeben, der dann den Ausbau übernimmt.

Hier kommt das Fitnessstudio hin.

Bei der AWO sei man bei der Planung und beim Ausbau im Soll. „Die Übergabe ist für Anfang April geplant.“ Schon 14 Tage später möchte auch die AWO loslegen, kündigte Hirsch an. Die Räume im Bacherhof habe die AWO zum Ende Juni 22 gekündigt. „Was die Schramberger Wohnungsbau dann dort macht, weiß ich nicht.“

Ärzteversorgung

Beim Schramberger Kardiologen Dr. Heiko Gertsch ist seit Anfang des Jahres mit Dr. Philipp Neef ein weiterer Kardiologe tätig.  Die bisherige Partnerin Dr. Jutta Dürr war in Ruhestand gegangen. Neef war zuletzt als Oberarzt am Schwarzwald-Baar-Klinikum tätig. Gertsch freut sich, dass mit Neef „ein bodenständiger und in der Region verwurzelter  Mediziner“ mitarbeite, den viele Patienten schon aus seiner Zeit in Villingen-Schwenningen kennen. Die Arbeit mache Gertsch so viel Freude, verriet Hampel, dass er wohl „noch ein, zwei oder gar drei Jahre dran hängen“ werde.

Da auch eine weitere Fläche im ersten Obergeschoss inzwischen eine Mieterin gefunden habe, bleibe nur noch eine Restfläche von 127 Quadratmeter frei. Die Mieterin ist Zahnärztin Dr. Simone Siebert, die ihre Praxis auf 300 Quadratmetern einrichten möchte. Bis Ende März sollen die Räume bereit stehen. Auf ihrer Homepage www.ziz-schramberg.de suche sie bereits nach Fachkräften, berichtete Ideenwelt-Sprecherin Andrea Ulrich.

OB Eisenlohr: „Große Freude“

Schrambergs Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr sprach von „großer Freude seitens der Stadt“, dass die AWO-Tagespflegeplätze im Medzentrum einrichten werde. Auch die neue Zahnarztpraxis und der weitere Kardiologe seien erfreulich. „Das Medzentrum bereichert uns.“ Auch bei der Nachfolgesicherung bleibe man mit den Medzentrumsleuten im engen Kontakt.

AWO-Geschäftsführer Hirsch schätzt, dass etwa 30 bis 35 Arbeitsplätze  im AWO Bereich bestehen werden. Hans-Peter Faißt, Aufsichtsratsvorsitzender AWO soziale Dienste, hofft, dass mit der Tagespflege auch einige FSJ-Plätze für junge Menschen entstehen. So könnten junge Menschen für Pflegeberufe interessiert werden. Die Arbeit in der Tagespflege sei vielleicht etwas stressfreier als in einem Heim.

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