„Wunderbar“ fand Emil Rode (Freie/Neue Liste) die Bekanntgabe, dass eine Wasserschutzzone in Heiligenbronn doch so gelegt werden kann, dass ein Neubaugebiet und eine Umgehungsstraße verwirklicht werden können.
Schramberg. Auch Konrad Ginter fand, das wäre eine sehr gute Nachricht. Der Abteilungsleiter Tiefbau hat im Ausschuss für Umwelt und Technik mitgeteilt, dass das Landratsamt zugestimmt habe, „dass wir die Pläne für das Wasserschutzgebiet so einreichen können, dass seitlich der bestehenden Bebauung eine Straße Platz findet“.

Umfahrung geplant
Zur Erinnerung: Seit vielen Jahren plant die Stadt im Gewann Hausteile ein Neubaugebiet. Außerdem wollte die Stiftung St. Franziskus dort eine Sonderfläche für einen Schulhausbau reservieren.
Im Zuge des Neubaugebietes plante die Stadt eine neue Zufahrtsstraße für das Stiftungsgelände, um die schmale Lichtenaustraße zu entlasten.

Wasserschutzgebiet blockiert – zunächst
Im Herbst kam dann der Hammer: Die Fachleute im Landratsamt hatten die Wasserschutzzonen im Raum Sulgen -Brambach – Heiligenbronn neu eingeteilt. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse über die Grundwasserströme hatten dazu geführt. Die neue Wasserschutzzone bei Heiligenbronn allerdings wäre den Plänen für eine Bebauung in die Quere gekommen.

Der Gemeinderat beschloss daraufhin Ende Oktober, man werde den neuen Wasserschutzzonen nur zustimmen, wenn die Zone bei Heiligenbronn um etwa zehn Meter vom Ortsrand weg verschoben wird. Dann nämlich kann die Stadt die Entlastungsstraße bauen.
Rode erkundigte sich, ob das Wohngebiet auch dann zustande komme, wenn das von der Stiftung St. Franziskus ursprünglich gewünschte Sondergebiet „nicht mehr relevant“ sei.
Bebauungsplan ganz neu
Stadtplaner Joschka Joos warnte vor allzu viel Euphorie: „Wir müssen eine komplette Umplanung beim Bebauungsplan machen.“ Offen sei, wer die neue Straße bezahlen wird. Da keine Bebauung an der Straße vorgesehen sei und die Stiftung nicht zahlen wolle, werde die Stadt wohl zahlen müssen.
Auch sei das Neubaugebiet mit 50 Bauplätzen viel zu groß. Man werde maximal 20 Baugrundstücke über den Wohnbedarfsnachweis hinbekommen, so Joos. Für die Umplanung, schätzt er, werde man ein Jahr benötigen. „Dann kommt eine erneute Offenlage.“
Eisenlohr betonte schließlich, Hausteile sei der Verwaltung wichtig, „auch wenn die Stiftung keine Sonderflächen mehr benötigt“.


