Die künftige Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr bei ihrerer Ansprache nach der gewonnen Wahl. Links neben ihr steht der erste ehrrenamtliche OB-Stellvertreter Jürgen Winter, der den Wahlausschuss geleitet hat. Foto: Witkowski

Schram­berg. Der Tag der Wahl war der Tag der Emo­tio­nen, wie es die Gewin­ne­rin der Schram­ber­ger OB-Wahl, Doro­thee Eisenlohr, for­mu­lier­te. Am Tag danach hat die NRWZ bei den Par­tei- und Frak­ti­ons­vor­sit­zen­den nach­ge­fragt, wie sie den Wahl­aus­gang sehen. Wir ver­öf­fent­li­chen die Ant­wor­ten unge­kürzt und unver­än­dert:

Cle­mens Mau­rer (CDU): „Es ist über­ra­schend deut­li­ches Wahl­er­geb­nis. Gut fin­de ich, dass alle 3 Kan­di­da­ten einen fai­ren Wahl­kampf aus­ge­tra­gen haben. Frau Eisenlohr wün­sche ich  einen guten Start als ers­te Ober­bür­ger­meis­te­rin Schram­bergs. Möge Sie gemein­sam mit der Bür­ger­schaft, den Gre­mi­en und mit den Mit­ar­bei­tern der Stadt­ver­wal­tung wich­ti­ge The­men bür­ger­nah und lösungs­ori­en­tiert wei­ter vor­an bringt. Die Zusam­men­ar­beit mit Herrn Her­zog war  über die Jah­re von Fair­ness und Respekt geprägt. Dafür bedan­ke ich mich auch im Namen mei­ner Frak­ti­on bei ihm.”

Tho­mas Brant­ner (CDU): „Ich darf Doro­thee Eisenlohr zu ihrer Wahl zur Ober­bür­ger­meis­te­rin von Schram­berg recht herz­lich gra­tu­lie­ren. Ein Ergeb­nis in die­ser deut­li­chen Höhe habe ich nicht erwar­tet. Auch wäre eine höhe­re Wahl­be­tei­li­gung schön gewe­sen. Für ihre zukünf­ti­ge Tätig­keit darf ich ihr viel Glück, gute Ide­en und ein geschick­tes Händ­chen zum Woh­le unse­rer Stadt wün­schen und freue mich auf die Zusam­men­ar­beit mit ihr im Gemein­de­rat. Bei Tho­mas Her­zog darf ich mich für sei­ne Arbeit als Ober­bür­ger­meis­ter in den ver­gan­ge­nen acht Jah­ren sehr herz­lich bedan­ken. Ins­be­son­de­re möch­te ich mich bei Tho­mas Her­zog für die respekt­vol­le und fai­re Wei­se in der Zusam­men­ar­beit bedan­ken.”

Tan­ja Wit­kow­ski (SPD/Buntspecht): „Die Schram­ber­ge­rin­nen und Schram­ber­ger haben ein sehr kla­res und ein­deu­ti­ges Votum abge­ge­ben, auch wenn die Wahl­be­tei­li­gung aus mei­ner Sicht zu gering war. In die­ser Ein­deu­tig­keit hät­te ich das Ergeb­nis so nicht ver­mu­tet. Ich gra­tu­lie­re Doro­thee Eisenlohr zu die­sem tol­len Erfolg und wün­sche ihr ein gutes Händ­chen für die Schram­ber­ger Belan­ge. Das Ergeb­nis ist einer­seits eine Chan­ce, dass Schram­berg mit sei­nen Stadt­tei­len nun zur Ruhe kommt und sich wie­der auf die zahl­rei­chen anste­hen­den Pro­jek­te kon­zen­trie­ren kann. Ande­rer­seits sind die Erwar­tun­gen an die neue Ober­bür­ger­meis­te­rin rie­sig. Mei­nen Respekt hat­te am Wahl­abend unser bis­he­ri­ger Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Her­zog, der zusam­men mit sei­ner Frau trotz der Wahl­nie­der­la­ge sei­nen Schram­ber­ge­rin­nen und Schram­ber­gern für Gesprä­che zur Ver­fü­gung stand. Das hat­te Grö­ße und war sicher­lich nicht ein­fach in die­ser Situa­ti­on.”

Udo Neu­deck (Freie Lis­te): „Hät­te ich in die­ser Deut­lich­keit nicht erwar­tet. Ich bin von einem zwei­ten Wahl­gang aus­ge­gan­gen. Die neue Amts­in­ha­be­rin steht nun in der Pflicht, die in sie gesetz­ten Erwar­tun­gen zu erfül­len. Der Gemein­de­rat wird sie dabei, im Rah­men sei­ner Mög­lich­kei­ten unter­stüt­zen. Für OB Her­zog tut es mir leid. Er hat die­ses Ergeb­nis nicht ver­dient und nicht allei­ne zu ver­ant­wor­ten. Der letz­te Gemein­de­rat wur­de mit abge­straft. Die Wahl­be­tei­li­gung gibt Anlass zur Sor­ge.”

Bernd Rich­ter (ÖDP): „Uner­war­te­ter Aus­gang! Für unser demo­kra­ti­sches Sys­tem mit nur 47.5 % beschä­mend nied­ri­ge Wahl­be­tei­li­gung! OB Her­zog für sei­ne geleis­te­te Arbeit vor allem in Ten­nen­bronn und Wald­mös­sin­gen etwas unfair abge­straft! Wir gin­gen eher von einem knap­pen Vor­sprung von einem der bei­den Haupt­kon­kur­ren­ten aus. Eine Stich­wahl hät­te dann die Ent­schei­dung gebracht. Jetzt haben wir eine jugend­lich-frisch wir­ken­de Frau als ers­te Ober­bür­ger­meis­te­rin in der Geschich­te der Stadt. Ver­mut­lich haben sich die Schram­ber­ge­rin­nen, die bei der Gemein­de­rats­wahl die Kan­di­da­tin­nen nur schwach berück­sich­tigt haben, zur Wie­der­gut­ma­chung ver­stärkt für die OB-Kan­di­da­tin Eisenlohr enga­giert. Wir dan­ken OB Her­zog für die Arbeit der ver­gan­ge­nen acht Jah­re, allen drei Kan­di­die­ren­den für den fai­ren Wahl­kampf und wün­schen uns für die kom­men­den acht Jah­re eine gute Zusam­men­ar­beit mit der neu­ge­wähl­ten Ober­bür­ger­meis­te­rin für eine nach­hal­ti­ge zukunfts­wei­sen­de Kom­mu­nal­po­li­tik.”

Mir­ko Wit­kow­ski (SPD): „Den Wahl­aus­gang hat­te ich in die­ser Deut­lich­keit nicht erwar­tet. Ich ging von einem Kopf-an-Kopf-Ren­nen zwi­schen Tho­mas Her­zog und Doro­thee Eisenlohr sowie von einem zwei­ten Wahl­gang aus. Ich gra­tu­lier­te Doro­thee Eisenlohr zum Wahl­sieg und dan­ke Tho­mas Her­zog für die in den ver­gan­ge­nen acht Jah­ren geleis­te­te Arbeit. Die Zusam­men­ar­beit mit ihm war immer von Fair­nes und gegen­sei­ti­ger Wert­schät­zung geprägt. Gro­ßen Respekt habe ich vor sei­nem Auf­tre­ten am Wahl­abend. Er war­te­te vor dem Rat­haus auf das Erge­nis, unter­hielt sich mit Bür­ge­rin­nen und Bür­gern, gra­tu­lier­te Doro­thee Eisenlohr auf der Rat­haus­trep­pe zur Wahl und sorg­te dort noch dafür, dass die Pres­se in Ruhe ihre Fotos machen konn­te. Wo ande­re sicher­lich schnell weg gewollt hät­ten, ist er noch län­ger geblie­ben. Das hat Stil. Das hohe Wahl­er­geb­nis für Doro­thee Eisenlohr ist für sie ein gro­ßer Erfolg, den­noch zeigt es auch, wel­che Erwar­tun­gen da sind. Ich wün­sche Ihr jeder­zeit eine glück­li­che Hand und viel Erfolg im neu­en Amt.”

Peter Schi­mak (Bunt­specht): Wir gra­tu­lie­ren Frau Doro­thee Eisenlohr zu ihrem beein­dru­cken­den Sieg. Wir freu­en uns natür­lich auch dar­über, dass die Bür­ger­schaft mit so deut­li­cher Mehr­heit eine Frau gewählt hat. Wir freu­en uns auf eine gute Zusam­men­ar­beit mit der neu­en Ober­bür­ger­meis­te­rin. Wir sind opti­mis­tisch mit ihr zusam­men für Bür­ger­nä­he und öko­lo­gi­sche Nach­hal­tig­keit in Schram­berg eini­ges bewe­gen zu kön­nen. Sehr posi­tiv haben wir den fai­ren Wahl­kampf zwi­schen Doro­thee Eisenlohr und Tho­mas Her­zog erlebt. Über­rascht hat uns der gro­ße Unter­schied der Stim­men­an­tei­le für die Kan­di­da­ten. Wir wol­len des­halb Herrn Tho­mas Her­zog für sei­ne Ver­diens­te um die Gro­ße Kreis­stadt Schram­berg sehr herz­lich dan­ken und wün­schen ihm für sei­nen wei­te­ren Weg gutes Gelin­gen.”

Ange­fragt haben wir auch beim Frak­ti­ons­vor­sit­zen­den der Akti­ven Bür­ger, Jür­gen Reu­ter. Eine Ant­wort liegt der NRWZ bis­her nicht vor. Sobald die­se ein­trifft, wer­den wir sie an die­ser Stel­le ver­öf­fent­li­chen.