Hanselsprung mit Überraschung

Erster Höhepunkt der Schramberger Fasnet

SCHRAMBERG   – Pünkt­lich um 14.30 Uhr ver­sam­mel­ten sich am Fas­net­sonn­tag wie­der die Nar­ren vor dem Feu­er­wehr­haus, um durch die Schram­ber­ger Innen­stadt zum Rat­haus zu zie­hen. Vor­ne­weg die Stadt­mu­sik und Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Her­zog mit Stadt­bril­le und  den Elfer­rä­ten und Ober­nar­ren.

Extra-Kehraus sorgen für saubere Straßen – jedenfalls bis zum Eckle.…

Vor­ne­weg der rich­ti­ge Kehr­aus und dahin­ter das gute hal­be Dut­zend „Kol­le­gen”
Sortg­fäl­tig gemacht: Der AE-Kehr­aus – oder doch nicht?

Doch ganz vor­ne direkt mit dem Kehr­aus hat­ten sich ein gutes hal­bes Dut­zend wei­te­re Kehr­aus­se in  dem Umzug ein­ge­schmug­gelt. Wil­de Spe­ku­la­tio­nen, wer wohl im Häs die­ser ja eigent­lich ein­ma­li­gen Schram­ber­ger Nar­ren­fi­gur steck­te. Im Elfe­rat war zu hören: „Das kann eigent­lich nur der Alter­na­ti­ve Elfer­rat sein.“  Ande­re mut­maß­ten, der OB habe dem Bau­hof die Ben­zin- und Die­sel­ra­tio­nen gekürzt, und nun wür­den die Bau­hof­leu­te halt wie­der die Besen schwin­gen. Auch die Schnup­fel­fin­ger Schnoo­ge­dat­scher kämen in Fra­ge mun­kelt man: „Oder gar ganz wel­che von aus­wärts”, mut­maßt Frank K. nachts gegen zwei am Hirsch­brun­nen.

Bis zum Rat­haus aller­dings haben sie es nicht geschafft. „Die Extra-Kehr­aus sind beim Eck­le abge­bo­gen und ver­schwun­den“, erzählt einer, der es gese­hen hat.

Die Kehr­aus-Lar­ven waren sau­ber geschnitzt, kein bil­li­ges Glump, und auch die Kleid­le sorg­fäl­tig dem Ori­gi­nal nach­emp­fun­den. Die Schram­ber­ger Fas­nets­ken­ner jeden­falls hat­ten ihren Spaß – und den zusätz­li­chen Kehr­aus wer­den wir viel­leicht künf­tig wie­der begeg­nen. Denn in Schram­berg darf – im Gegen­satz zu Rott­weil – „die Spaß­ge­sell­schaft ihren Erleb­nis­hun­ger in der Fast­nacht stil­len“.

Die Stadt­mu­sik und die  befreun­de­ten Kapel­len aus Det­tin­gen, Röten­berg und St. Geor­gen sorg­ten nach dem Han­sel­sprung auf dem Rat­haus­platz für Stim­mung, bis die Nar­ren im Rat­haus ihre Bre­zels­ten­gel, Täsch­le und Zuber gefüllt hat­ten. Dann ging es wie immer auf die Stra­ßen zu den bunt kos­tü­mier­ten Zuschaue­rin­nen und Zuschau­ern, die san­gen, spran­gen und tanz­ten und die Nar­ren um Bre­zeln, Würst­le und Schok­läd­le anbet­tel­ten: „Hoo­rig, hoo­rig isch dia Katz…“