Paul Müller, Tim Hänsler, Christoph Schubert und Patrick Glück (von links) aus der 6d beim Mittagessen.

„Rinds­ra­gout mit Toma­ten und Karot­ten an Din­kel-Voll­korn­spätz­le und Kohl­ra­bi­ge­mü­se“, „Lin­sen­bo­lo­gnai­se an Pen­ne mit Par­me­san“ oder „See­lachs­fi­let im Kar­tof­fel­man­tel an Karot­ten-Lauch-Gemü­se“ – nein, hier folgt nicht die gefühlt 150. Geschich­te über das Syl­ter Koch­duo und den gebür­ti­gen Schram­ber­ger Johan­nes King. Wir berich­ten aus der Men­sa des Schram­ber­ger Gym­na­si­ums.

Am Don­ners­tag war wie­der ein­mal „Tag der Schul­ver­pfle­gung“. Paul, Tim, Chris­toph und Patrick aus der 6d haben alle ganz unter­schied­lich gewählt, aber sind sich einig: Das heu­te sei zwar schon eine beson­de­re Menü­zu­sam­men­stel­lung, „aber eigent­lich gibt es hier immer was Gutes zu essen“, meint Paul. Er kom­me regel­mä­ßig zum Essen in die Men­sa, wenn er Nach­mit­tags­un­ter­richt hat, erzählt Patrick: „Außer ich hab‘ ver­ges­sen, was zu bestel­len.“ Über das Inter­net müs­sen die Schü­le­rin­nen und Schü­ler spä­tes­tens am Vor­abend ihren Essens­wunsch anmel­den. So kann der Cate­rer Fischer vom Sul­gen genau­er pla­nen, und es fal­len weni­ger Essens­res­te an.

Am „Pro­mi­tisch“ (von links): Mat­thi­as Dobler, stell­ver­tre­ten­der Schul­lei­ter, Schul­lei­ter Bern­hard Den­nig, Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Her­zog, Tho­mas Brug­ger (För­der­ver­ein) und Fach­be­reichs­lei­ter Bert­hold Kam­me­rer. Die Eltern­bei­rats­vor­sit­zen­de Bär­bel Mun­zin­ger holt sich gera­de ihr Essen. Fotos: him

Im Durch­schnitt besu­chen etwa 150 Kin­der und Jugend­li­che die Men­sa am Gym­na­si­um; bei etwa 730 Schü­lern ist das ein recht guter Wert. „Die Zah­len schwan­ken natür­lich“, so Schul­lei­ter Bern­hard Den­nig. „Diens­tags und don­ners­tags ist Nach­mit­tags­un­ter­richt, da kom­men die meis­ten.“ Auch in der kal­ten Jah­res­zeit zie­he es die Schü­ler eher in die Men­sa als an die Döner­bu­de.

„Schule ist coolinarisch“

Der Preis – 3.90 Euro pro Mit­tag­essen, 50 Cent für einen Nach­tisch – deckt die Kos­ten für den Ein­kauf. Die Stadt unter­stützt, in dem sie einen Teil des Per­so­nals bezahlt und die Räu­me zur Ver­fü­gung stellt, erläu­tert Fach­be­reichs­lei­ter Bert­hold Kam­me­rer. Das Geld wird von einer Scheck­kar­te abge­bucht, die die Eltern per Über­wei­sung wie­der auf­la­den kön­nen. „Mei­ne kom­men oft am Sonn­tag­abend“, erzählt Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Her­zog, „Mama ?!…“

Beim Tag der Schul­ver­pfle­gung wol­len die Anbie­ter des Essens gemein­sam mit der Deut­schen Gesell­schaft für Ernäh­rung und der Ver­net­zungs­stel­le Schul­ver­pfle­gung zei­gen, wie gesun­de Ernäh­rung in Schul­mensen funk­tio­nie­ren kann. Mot­to: „Schu­le ist coo­li­na­risch.“

Unter­des­sen haben die Vier aus der 6d ihre Tel­ler leer gefut­tert. Es hat pri­ma geschmeckt, bestä­ti­gen die Bur­schen. Aber Patrick hängt dran: „Aber doch nicht so gut wie zu hau­se. Da schmeckt ein­fach alles noch bes­ser.“ Mama wird’s freu­en.

Info: Der Tag der Schul­ver­pfle­gung wur­de die­ses Jahr zum zehn­ten Mal ver­an­stal­tet.  Ziel sei gewe­sen, die Schul­men­sa, die älte­re Schü­ler oft ‚uncool‘ fän­den, „in ein bes­se­res Licht zu rücken“, so Corin­na Grätsch, die das Refe­rat Schu­le der Ver­net­zungs­stel­le Kita- und Schul­ver­pfle­gung Baden-Würt­tem­berg lei­tet. Mehr – auch die Rezep­te – unter http://www.dge-bw.de/tag-der-schulverpflegung.html