Nach Ansicht der CDU-Frak­ti­on im Schram­ber­ger Gemein­de­rat soll die Sanie­rung der Fuß­gän­ger­zo­ne – trotz der erheb­li­chen Kos­ten­stei­ge­rung – nicht noch ein­mal ver­scho­ben wer­den. Die Stadt­ver­wal­tung hat­te wegen einer erheb­li­chen Preis­tei­ge­rung beim Aus­schrei­bungs­er­geb­nis die Not­brem­se gezo­gen und dem Rat vor­ge­schla­gen, die Aus­schrei­bung auf­zu­he­ben. (Wir haben berich­tet.) Dazu schreibt CDU-Frak­ti­ons­spre­cher Cle­mens Mau­rer:

Seit über 10 Jah­ren beschäf­tigt sich die Gro­ße Kreis­stadt Schram­berg mit der not­wen­di­gen Sanie­rung der Fuß­gän­ger­zo­ne. Wäh­rend der 1. Bau­ab­schnitt noch pünkt­lich zum Stadt­fest 2017 fer­tig­ge­stellt wer­den konn­te, kom­men Pla­ner und die Stadt­ver­wal­tung mit dem 2. Bau­ab­schnitt wesent­lich schwe­rer zurecht.

Schon im Jahr 2017 hat man den 2. Bau­ab­schnitt auf­grund Zeit­drucks zum Stadt­fest ver­scho­ben. Die damals bereits gefass­te Sach­ent­schei­dung wur­de im Jahr 2018 auf­grund der Erstel­lung eines Rah­men­plans für die Tal­stadt noch­mals über­ar­bei­tet und wie­der­um vom Gemein­de­rat am 25. Okto­ber 2018 ver­ab­schie­det (auf die Vor­la­gen 98/2015, 74/2017, 75/2017, 121/2018, etc. wird ver­wie­sen).

Nun­mehr schlägt die Ver­wal­tung mit Vor­la­ge 18/2019 vor die Maß­nah­me noch­mals zu über­pla­nen und somit erneut auf die Jah­re 2020/2021 zu ver­schie­ben.

Grund hier­für sind aller­dings pla­ne­ri­sche Unzu­läng­lich­kei­ten, die nun­mehr bekannt gewor­den sind. So wer­den wesent­li­che Pos­ten, bei denen man sich fragt, wes­halb sie nicht schon frü­her beinhal­tet und rich­tig bepreist waren, benannt. Kos­ten­schät­zung und spä­te­re Kos­ten­er­mitt­lung sind unge­nau und las­sen zu wün­schen übrig.   

Wir sind der Auf­fas­sung, dass die pla­ne­ri­sche Nach­läs­sig­keit nicht erneut zu Las­ten der Bür­ger­schaft und hier ins­be­son­de­re der Anwoh­ner, Geschäfts­in­ha­ber und auch Besu­cher der Stadt Schram­berg gehen darf. Viel­mehr wer­den wir um die im Ver­gleich zum Haus­halts­an­satz höhe­ren Kos­ten auch bei einer Ver­schie­bung nicht her­um­kom­men, da die Leis­tun­gen offen­sicht­lich bis jetzt nicht aus­rei­chend ange­setzt waren.

Eine zeit­li­che Ver­schie­bung in zukünf­ti­ge Haus­halts­jah­re wür­de für die Stadt kei­ner­lei Ver­bes­se­rung brin­gen, son­dern eher Mehr­kos­ten.

Wir for­dern die Stadt­ver­wal­tung des­we­gen auf, ihren Beschluss­vor­schlag zu ändern und bean­tra­gen, dass die Finanz­mit­tel zur Beauf­tra­gung noch im lau­fen­den Haus­halts­jahr aus der Deckungs­re­ser­ve zur Ver­fü­gung gestellt wer­den. Gleich­zei­tig bit­ten wir um Ana­ly­se, wes­halb die Pla­nung der­art unge­nau war. Und dar­um, dass die Ver­ga­be rechts­si­cher erfolgt.

Eine wei­te­re Ver­schie­bung wol­len wir nicht.”