Stadt Schramberg organisiert Fahrdienst zum Kreisimpfzentrum

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Die Stadt Schramberg bietet ihren Bürgern ab 80 Jahren einen Fahrdienst zum Kreisimpfzentrum nach Rottweil an. „Wer einen Termin dort bekommen hat, aber keine Mitfahrmöglichkeit findet, kann sich an die Stadt wenden“, so die Stadt in einer Pressemitteilung am Freitag.

„Für uns war sofort klar, dass wir unsere Bürger, die sich impfen lassen wollen, unterstützen“, sagt Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr. „Bei der Vergabe der Impftermine sind wir leider außen vor, denn diese ist zentral organisiert. Aber wenn es darum geht, dass jemand nicht weiß, wie er nach Rottweil kommen kann, da springen wir ein.“

Ab 19. Januar können sich Menschen ab 80 Jahren um einen Termin im Kreisimpfzentrum Rottweil bemühen. Dies kann über die Telefonnummer  116 117 oder über das Internet unter www.impfterminservice geschehen. Die ersten Termine sollen ab 22. Januar stattfinden.

Rottweil und Oberndorf helfen auch beim Anmelden

Anders als die Stadt Rottweil oder das Seniorenbüro der Stadt Oberndorf will es die Stadtverwaltung Schramberg aber beim Fahrtdienst belassen und nicht allgemein Unterstützung auch bei der Impfanmeldung bieten. „Tatsächlich haben wir uns bei der Planung unseres Unterstützungsangebots intensiv Gedanken gemacht, wo wir den Bürgerinnen und Bürgern den größten Mehrwert bieten können“, schreibt Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr auf Nachfrage der NRWZ. „Wir glauben, dies ist im Bereich des Fahrdienstes, da Schramberg – Rottweil ja doch eine ganze Strecke weit voneinander entfernt sind.“

In Rottweil schrieb OB Ralf Broß in seinem Brief an die Ü 80. „Sollten Sie nicht die Möglichkeit haben, auf www.116117.de oder www.impfterminservice.de einen Impfterminwunsch übers Internet anzumelden, bieten wir Ihnen sehr gerne Unterstützung bei der Terminvereinbarung an, sofern Ihnen nicht Verwandte oder Bekannte helfend zur Seite stehen.“ In Oberndorf wollen die Seniorenbeauftragten bei der Terminvereinbarung helfen.

Schrambergs OB Eisenlohr sieht das anders: „Da wir als Kommune allerdings weder bei der Hotline noch bei der Online-Registrierung andere Möglichkeiten haben als die Bürgerinnen und Bürger, haben wir diesen Service nicht aktiv angeboten.“

„Da werden Sie geholfen“

Allerdings gibt es doch einen Weg zur individuellen Hilfe: “Wenn sich unter der Telefonnummer für den Fahrdienst eine Person meldet, die bei der Anmeldung nicht weiterkommt, dann lassen wir diese Person selbstverständlich nicht im Regen stehen und helfen unkompliziert weiter“, versichert Eisenlohr.

Die „Aktiven Bürger Schrambergs“ hatten am Wochenende  beantragt, dass die Stadt alle über 80-Jährigen in Schramberg anschreiben, nach ihrer Impfbereitschaft  und Unterstützungswünschen fragen solle. Außerdem soll die Stadtverwaltung sicherstellen, „dass alle angeschriebenen Personen schnellstens geimpft werden“

Fahrtdienst durch Ehrenamtliche

Beim Fahrtdienst wird laut Pressemitteilung die Stadt die Organisation des Fahrdiensts verantworten. Die einzelnen Fahrten übernehmen Ehrenamtliche.  Fahrgast und Fahrer sollen möglichst sicher unterwegs sein. Deshalb sei das Tragen einer FFP2-Maske für beide bei diesem Angebot Pflicht. „Die Stadt Schramberg stellt die besonders sicheren Masken kostenlos zur Verfügung“, so Eisenlohr weiter.

Info: Schramberger, die einen Impftermin haben und den Fahrdienst nutzen möchten, können sich im Rathaus melden. Die Telefonnummer 07422-29595 ist montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr erreichbar. Bürger, die sich ehrenamtlich als Fahrer engagieren möchten, können sich ebenfalls unter dieser Nummer melden.

Martin Himmelheber (him)
Martin Himmelheber (him)
... begann in den späten 70er Jahren als freier Mitarbeiter unter anderem bei der „Schwäbischen Zeitung“ in Schramberg. Mehr über ihn hier.