Dekra-Unfallexperten untersuchen die Stelle an der der 26-Jährige am frühen Morgen gefunden wurde.

Der 26-jäh­ri­ge Mann, den am frü­hen Mor­gen ein bis­her noch unbe­kann­ter Auto­fah­rer an der Stei­ge zwi­schen Schram­berg und Sul­gen ange­fah­ren hat, schwebt wei­ter­hin in Lebens­ge­fahr. UPDATE: Der Unfall­fah­rer ist offen­bar ermit­telt wor­den.

Um die Mit­tags­zeit haben Chir­ur­gen in einer Not­ope­ra­ti­on um das Leben des jun­gen Man­nes gekämpft, bestä­tigt Die­ter Popp vom Poli­zei­prä­si­di­um Tutt­lin­gen: „Sein Zustand ist nach wie vor kri­tisch.“


An die­ser Stel­le unter­halb der Gas­be­häl­ter hat sich der Unfall wahr­schein­lich ereig­net.
Foto: him

Nach der Spu­ren­la­ge hat­te der Unfall­fah­rer den 26-Jäh­ri­gen etwa 100 Meter nach dem Orts­aus­gangs­schild mit sei­nem Auto erfasst und dann 320 Meter bis zum „Kühl­loch“ mit­ge­schleift. Er war mit einem VW Golf 6 ver­bo­te­ner­wei­se auf der Stra­ße Rich­tung Sul­gen gefah­ren. Zwi­schen 22 und 6 Uhr ist die Durch­fahrt ver­bo­ten.  

Beim Kühl­loch war der 26-Jäh­ri­ge blut­über­strömt auf der Stra­ße lie­gen geblie­ben, wäh­rend der Auto­fah­rer davon braus­te. Um 4.30 hat ein ande­rer Auto­fah­rer ihn dort gefun­den und den Ret­tungs­dienst alar­miert. Eine Anwoh­ne­rin hat als Zeu­gin aus­ge­sagt, sie habe vor­her ein lau­tes Motor­ge­räusch gehört, sodass die Poli­zei den Unfall­zeit­punkt zwi­schen 4 und 4 Uhr 30 annimmt.

Poli­zei­be­am­te haben akri­bisch doku­men­tiert, wo sie Spu­ren vom Unfall­ge­sche­hen auf der Stra­ße gefun­den haben. Fotos: him

Am frü­hen Nach­mit­tag haben zwei Unfall­ex­per­ten der Dekra die Unfall­stel­le unter­sucht und die Spu­ren ana­ly­siert. Sie woll­ten sich zum Unfall­ge­sche­hen nicht äußern.

Poli­zei­spre­cher Popp sieht meh­re­re Straf­t­ast­be­stän­de: Von unter­las­se­ner Hil­fe­leis­tung über fahr­läs­si­ge Kör­per­ver­let­zung bis Unfall­flucht, die alle noch kein Ver­bre­chen dar­stell­ten, aber mit Geld- oder Haft­stra­fe geahn­det wer­den.

Die Poli­zei bit­tet wei­ter­hin drin­gend um Zeu­gen­hin­wei­se. Wer zum Unfall­her­gang oder zum Unfall­fah­rer etwas weiß soll sich mit der Ver­kehrs­po­li­zei Zim­mern ob Rott­weil (Tele­fon 0741/348790), mit dem Poli­zei­prä­si­di­um Tutt­lin­gen (Tele­fon 07461/941–0) oder über den Not­ruf 110 mit der Poli­zei in Ver­bin­dung zu set­zen. „Wir haben ers­te Hin­wei­se“, so Popp, „ich gehe davon aus, das wir ihn krie­gen.“