Bremsen lösen für Infrastrukturausbau und Gewerbeansiedlungen”

IHK für schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren

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Ob eine neue Auto­bahn­brü­cke oder eine zusätz­li­che Pro­duk­ti­ons­hal­le: Pla­nen und Bau­en daue­re in Deutsch­land viel zu lan­ge. Auch in der Regi­on Schwarz­wald-Baar-Heu­berg ver­zö­ger­ten unüber­sicht­li­che und lang­wie­ri­ge Plan­ver­fah­ren den Aus­bau von Stra­ßen, digi­ta­ler Infra­struk­tur oder Gewer­be­an­sied­lun­gen. Das erklärt die Indus­trie- und Han­dels­kam­mer (IHK) und for­dert des­halb eine Beschleu­ni­gung der Pla­nungs- und Geneh­mi­gungs­ver­fah­ren.

Eine Unter­su­chung von IHK und Regio­nal­ver­band zur Gewer­be­flä­chen­ent­wick­lung in der Regi­on Schwarz­wald-Baar-Heu­berg habe bereits letz­tes Jahr Schwie­rig­kei­ten auf­ge­deckt. Die Über­re­gu­lie­rung in Bebau­ungs­plä­nen, die Abstim­mung ver­schie­de­ner Pla­nungs­trä­ger, sowie die Geschwin­dig­keit der Geneh­mi­gungs­be­hör­den sorg­ten immer wie­der für Ver­zö­ge­run­gen, so die IHK.

Ein kürz­lich vom Deut­schen Indus­trie- und Han­dels­kam­mer­tag (DIHK) in Ber­lin ver­öf­fent­lich­tes Rechts­gut­ach­ten mache kon­kre­te Vor­schlä­ge zur Beschleu­ni­gun­gen in Pla­nungs- und Geneh­mi­gungs­ver­fah­ren. Ein­heit­li­che Plan­ver­fah­ren für alle Infra­struk­tur­pro­jek­te, eine Reduk­ti­on der Pla­nungs­stu­fen und die digi­ta­le Ver­füg­bar­keit aller Pla­nungs­un­ter­la­gen sei­en nur eini­ge Maß­nah­men, die auch hier in der Regi­on posi­ti­ve Aus­wir­kun­gen auf die Geschwin­dig­keit von Pla­nungs­ver­fah­ren haben könn­ten. „Für unse­re Unter­neh­men ist es wich­tig, eine gute und leis­tungs­fä­hi­ge Infra­struk­tur zu haben und bei Neu­an­sied­lun­gen oder Betriebs­er­wei­te­run­gen mög­lichst schnell Klar­heit über die Geneh­mi­gungs­la­ge zu bekom­men. Nur so bleibt die Regi­on auch in Zukunft wett­be­werbs­fä­hig“, sagt Tho­mas Albiez, IHK-Haupt­ge­schäfts­füh­rer.

Im Stra­ßen­bau kom­me hin­zu, dass mit­tel­stän­di­sche Bau­un­ter­neh­men sys­te­ma­tisch vom Wett­be­werb bei Groß­pro­jek­ten aus­ge­schlos­sen wer­den. „Seit Jah­ren wer­den die Rah­men­be­din­gun­gen für den Mit­tel­stand schwie­ri­ger. Pri­vat finan­zier­te Groß­pro­jek­te – PPP Model­le – und die beschlos­se­ne IGA Infra­struk­tur­ge­sell­schaft für Auto­bah­nen und ande­re Bun­des­fern­stra­ßen füh­ren ten­den­zi­ell zu immer grö­ße­ren Pro­jek­ten, stei­gen­der Kom­ple­xi­tät und höhe­ren Risi­ken beim Auf­trag­neh­mer. Das kann der Mit­tel­stand nicht mehr stem­men. Wenn die Poli­tik nicht dage­gen steu­ert, wird sich der Kon­zen­tra­ti­ons­pro­zess im Stra­ßen­bau wei­ter ver­schär­fen. Fai­rer Wett­be­werb, bei dem mög­lichst vie­le Anbie­ter um das wirt­schaft­lichs­te Ange­bot kon­kur­rie­ren, wird dras­tisch erschwert und geht zu Las­ten der Steu­er­zah­ler“, sagt dazu Georg Graf Kes­sel­statt, geschäfts­füh­ren­der Gesell­schaf­ter der J. Fried­rich Storz Grup­pe und Mit­glied im IHK-Ver­kehrs­aus­schuss.

Die IHK Schwarz­wald-Baar-Heu­berg unter­stützt des­halb die For­de­run­gen des DIHK mit Nach­druck und setzt sich für eine Ände­rung der Geset­zes­la­ge ein.

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