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Donnerstag, 12. Dezember 2019
Start OB Wahl Schram­berg 2019 Betrug? Wer­be­agen­tur hat OB- Kan­di­da­ten Caro­li ange­zeigt

Betrug? Werbeagentur hat OB- Kandidaten Caroli angezeigt

Caro­li: Rech­nung zah­len sei ”ein admi­nis­tra­ti­ver Akt”


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Eine Betrugs­an­zei­ge hat sich der drit­te Bewer­ber um das Amt des Schram­ber­ger Ober­bür­ger­meis­ters Dirk Caro­li ein­ge­han­delt. Eine Schram­ber­ger Wer­be­agen­tur hat ihn ange­zeigt, weil „er Waren und Dienst­leis­tun­gen sowie Anwalts und Gerichts­kos­ten im mitt­le­ren vier­stel­li­gen Bereich nicht bezahlt“ habe. Das hat der Agen­tur­be­trei­ber, der sei­nen Namen nicht in der Zei­tung lesen möch­te, der NRWZ bestä­tigt.

Der Kan­di­dat habe schon bei der Auf­trags­ver­ga­be eigent­lich wis­sen müs­sen, dass er die Rech­nung nicht wer­de bezah­len kön­nen. Das sei „ver­hält­nis­mä­ßig was­ser­dicht“ nach­zu­wei­sen, so der geprell­te Wer­ber. Ein Blick ins Schuld­ner­ver­zeich­nis zei­ge dies.

Caroli: Detaillierte Rechnung fehlt

Dar­auf ange­spro­chen ver­si­chert Caro­li, die Sum­me habe eigent­lich viel  nied­ri­ger gele­gen, bei etwa 1500 Euro. Die Agen­tur habe eine Rech­nung geschickt ohne die Ein­zel­pos­ten auf­zu­lis­ten. “Damit habe ich nichts anfan­gen kön­nen und habe des­halb eine detail­lier­te Rech­nung erbe­ten, nicht nur einen Zet­tel, auf dem der Betrag x steht“, so Caro­li. Der gefor­der­te Betrag sei in sei­nem Wahl­kampf­bud­get vor­ge­se­hen gewe­sen und die­ses Bud­get habe er nicht über­zo­gen. Das Bezah­len der Rech­nung sei bloß „ein admi­nis­tra­ti­ver Akt“. Die gan­ze Geschich­te sei eigent­lich nicht berich­tens­wert.








Bis­lang nicht bezahlt: Der Wahl­kampf­fly­er des Kan­di­da­ten Caro­li. Vor­la­ge: Stadt­ar­chiv Schram­berg

Caro­lis  Erklä­rung mit der feh­len­den unge­nau­en Rech­nung wie­der­um will der Agen­tur­be­trei­ber nicht auf sich sit­zen las­sen: „Das ist eine fre­che Lüge.“ Selbst­ver­ständ­lich habe er eine detail­lier­te Rech­nung gestellt. (Die NRWZ hat die Rech­nung gese­hen, sie ist recht detail­iert.) „Ich war­te seit einem hal­ben Jahr auf mein Geld.“ Immer wie­der sei man im Kon­takt mit­ein­an­der gewe­sen. Als er das Wort Betrug ins Gespräch brach­te, habe Caro­li erklärt, er kön­ne auch anders. Seit­her kom­mu­ni­zie­re er nur noch über sei­nen Anwalt.

Info: Caro­li stammt aus dem Schwar­z­­wald-Baar-Kreis. Dort war er zeit­wei­se für die AfD im Gemein­de­rat von Vil­­lin­gen-Schwen­­nin­­gen und wech­sel­te dann zur FDP.

 

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