Dienstag, 23. April 2024

„Gemeinsam und mit Gott unterwegs“

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Eine bemerkenswert große Festgemeinde hat sich trotz widrigem Wetter am Sonntagabend zur Feier des Patroziniums auf Maria Hochheim versammelt. Mit dabei waren auch zahlreiche Reiter und Pferde aus der Region, die ein prächtiges Bild abgaben.

Sie waren, wie auch die Gottesdienstbesucher, sternfärmig auf den jahrhundertealten Wallfahrtsort zugepilgert. In seiner Predigt griff Pfarrer Hans Schlenker diese wieder neubelebte Tradition auf. Er erinnerte daran, dass sich auch frühere Generationen verankert im Glaube auf den Weg nach Maria Hochheim gemacht haben – ein verbindender Gedanke, den er mit dem Patrozinium verband: dem als „Mariä Heimsuchung“ bezeichneten Gang Marias zu ihrer Base Elisabeth und die freudige Begegnung der beiden schwangeren Frauen. Diese wird in der Kapelle seit 2020 auch in einem Bildwerk anmutig vergegenwärtigt.

Zunächst war das Wetter stabil, später regnete es. Foto: al

Die von Dekan Alrecht Zepf Fürbitten formulierten Fürbitten waren ebenfalls vom Grundgedanken getragen, dass Menschen gemeinsam und mit Gott auf dem Weg sind – und sich dabei im praktischen wie im existenziell umfassenden Sinne bejaht und unterstützt fühlen können. Als weiterer Geistlicher wirkte Münsterpfarrer Timo Weber an der Messfeier mit. Damit knüpfte er an die Verbundenheit Rottweils mit Maria Hochheim an, das zu Reichstadt-Zeiten anderthalb Jahrhunderte lang Ziel der Rottweiler „Staatswallfahrt“ war.

Mit Spannung wurden die Pferde erwartet. Foto: al

Bläser aus Irslingen verliehen der Feier einen würdigen musikalischen Rahmen. Angesichts des wechselhaften Wetters hatte man den Altar vorsorglich in der Scheune des Mesmerhauses aufgebaut, womit erneut verdeutlicht wurde, dass das Gebäude und die Kapelle untrennbar zusammen gehören. Etwa eine halbe Stunde lang spielte das Wetter mit, ab der Gabenbereitung wurde es dann jedoch zunehmend regnerisch, was die Gottesdienstbesucher jedoch nicht vertrieb.

Reiter aus Rottweil kamen mit eigener Standarte. Foto: al
Gute Laune beim Festgottesdienst. Foto: al

 

Nach der Festmesse gab es zur Stärkung eine warme Wurst, die aus dem Mesmerhaus heraus gereicht wurde und von denen keine übrig blieb. Viele nutzten die Gelegenheit zur Begegnung nach den kontaktreduzierten Pandemiemonaten – ganz, wie im Sinne der Grundidee des Patroziniums „Mariä Heimsuchung“.

Auf die Pferde wartete am Altar bereits eine Belohnung. Foto: al
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