6000 Euro für Ersthelfer-App im Kreis Rottweil

Wenn jede Minute zählt: App bringt Ersthelfer im Kreis Rottweil schneller zum Einsatzort.

Die AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg spendet 6000 Euro an den DRK-Kreisverband Rottweil. V.l.n.r.: Christoph Büchert (Leiter Integrierte Leistelle RD), Marcus Stotz (Leiter Rettungsdienst), Dr. Christian Ruf (Präsident DRK), Katrin Huonker (Öffentlichkeitsarbeit), Barbara Neff (stv. Geschäftsführerin AOK), Marcus Gries (Projektbegleiter), Ralf Bösel (Kreisgeschäftsführer DRK). Foto: pm
Autor / Quelle:
Lesezeit 2 Min.

Die AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg unterstützt ein Ersthelfer-Alarmierungssystem im Landkreis Rottweil mit 6000 Euro. Das Geld soll helfen, die schnelle Hilfe bei Herz-Kreislauf-Stillständen weiter zu stärken.

Der DRK-Kreisverband Rottweil erhält eine Spende in Höhe von 6000 Euro von der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg. Das Geld fließt in das App-basierte Ersthelfer-System Region der Lebensretter, das im Landkreis Rottweil im Einsatz ist.

Das System wird bei Notfällen mit Herz-Kreislauf-Stillstand aktiv: Über die Leitstelle werden registrierte, medizinisch geschulte Ersthelferinnen und Ersthelfer in der Nähe per Smartphone alarmiert. Sie können so häufig noch vor dem Rettungsdienst mit Wiederbelebungsmaßnahmen beginnen. Auch Standorte von Defibrillatoren sind in der App hinterlegt.

Hintergrund ist die Zeitkritik solcher Notfälle. Fachleute weisen darauf hin, dass sich die Überlebenschancen bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand mit jeder Minute ohne Hilfe deutlich verschlechtern. Ziel des Systems ist es daher, die Zeit bis zur ersten Versorgung zu verkürzen.

Nach Angaben des DRK-Kreisverbands sind derzeit 283 Ersthelfer im Landkreis registriert. Innerhalb eines Jahres seien sie zu 123 Einsätzen alarmiert worden. In einem dokumentierten Fall traf ein Ersthelfer bereits nach zwei Minuten ein. Die Patientin konnte die Klinik wenige Tage später wieder verlassen.

Das Projekt ist Teil einer landesweit verbreiteten Initiative, die digitale Technik nutzt, um Ersthelfer schneller an den Einsatzort zu bringen und die Rettungskette zu ergänzen.

Autor / Quelle:NRWZ-Redaktion
Unter dem Label NRWZ-Redaktion beziehungsweise NRWZ-Redaktion Schramberg veröffentlichen wir Beiträge aus der Feder eines der Redakteure der NRWZ. Sie sind von allgemeiner, nachrichtlicher Natur und keine Autorenbeiträge im eigentlichen Sinne.Die Redaktion erreichen Sie unter redaktion@NRWZ.de beziehungsweise schramberg@NRWZ.de
Abonnieren
Benachrichtigen bei
0 Kommentare
Neueste
Älteste Meistbewertet
Inline-Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen