Der stationäre Blitzer soll kommen – Gegenverkehr auch?

Gemeinderats-Ausschuss beschließt für den Friedrichsplatz

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Der Blitzer wird kommen: Mit Mehrheit beschloss der UBV-Ausschuss des Gemeinderats, auf dem neu gestalteten Friedrichplatz eine „stationäre Geschwindigkeitsüberwachung“ zu installieren.

Rottweil – Eigentlich waren die Argumente vorhersehbar: Die Furcht vor den altbekannten Argumenten mit „Abzocke“ thematisierten die einen. Ohne Überwachung kann man Tempo 20 auf dem Friedrichsplatz vergessen, sagten die andern. Die Höhe des Bußgeldes bestimmt jeder selber, sagte Oberbürgermeister Dr. Christian Ruf. Die Anlage solle nicht nur die Geschwindigkeit überwachen. Sondern sie soll auch die Falschfahrer ermitteln, die den neu gestalteten Platz in falscher Richtung durchfahren. Wenn es bei der Einbahnregelung, die der Gemeinderat nach dem Verkehrsversuch beschlossen hatte, bleiben sollte. „Da ist die Messe noch nicht gelesen“, merkte der OB an.


Einige im Rat merkten auf. Ihn irritiere, dass von Gegenverkehr auf dem Friedrichsplatz gesprochen werde, meinte Harald-Armin Sailer. „Wir haben entschieden“, stellte er fest, dass  eine Einbahnregelung Beschlusslage im Gemeinderat sei.

Ob Einbahn- oder Begegnungsverkehr: Gegen den Blitzer stimmten fünf Rätinnen und Räte (CDU und Hermann Breucha, FWV), die Mehrheit von neun Stimmen war dafür.

Kein Wasserspiel

Umstritten war auch der mögliche Einbau eines Wasserspiels. Ob mit Fontänen oder Nebel: Die Redner waren einig, dass dies eine Belebung des Platzes bringen würde. Allerdings war den Redebeiträgen viel Skepsis zu entnehmen – der geringe Abstand der Anlage zu den Fahrbahnen war beispielsweise ein Argument. Hubert Nowack (Grüne) schlug vor, den Christophorusbrunnen zum Trinkwasserbrunnen zu machen und das Wasser über eine Kandel zu leiten. Doch dies sei Frischwasser und kein Trinkwasser, belehrte ihn Ruf. Und der Brunnen könne auch nicht mit Trinkwasser versorgt werden. Für das Wasserspiel stimmten dann außer Ruf nur noch zwei Räte, zwei weitere enthielten sich. Die Mehrheit von neun Stimmen lehnte den Antrag klar ab.

Die definitive Entscheidung aber trifft das Plenum des Gemeinderats in seiner Sitzung am Mittwoch, 22. April. Beginn ist ausnahmsweise erst um 18 Uhr.

Autor / Quelle:Wolf-Dieter Bojus
... war 2004 Mitbegründer der NRWZ und deren erster Redakteur. Mehr über ihn auf unserer Autoren-Seite.
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