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Donnerstag, 12. Dezember 2019
Start Land­kreis Rott­weil 70 statt 30: Ord­nungs­amt erwischt Raser in Bau­stel­le

70 statt 30: Ordnungsamt erwischt Raser in Baustelle

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Bei einer Geschwin­dig­keits­kon­trol­le hat das Ord­nungs­amt der Stadt Schram­berg am Mitt­woch eini­ge Ver­kehrs­row­dies und Raser erwischt. Die Kon­trol­le war in der Bau­stel­le auf der B 462 zwi­schen Sul­gen und der Tal­stadt ange­setzt wor­den, die in den ver­gan­ge­nen Tagen immer wie­der in den Medi­en war, weil dort zu schnell gefah­ren, weil Bau­ar­bei­ter gefähr­det wer­den.

Foto: Andre­as Mai­er

Sechs Stun­den Ver­kehrs­kon­trol­le, von 11 bis 17 Uhr. 4000 Fahr­zeu­ge sei­en gemes­sen wor­den, so eine Ord­nungs­amts­mit­ar­bei­te­rin der Stadt Schram­berg gegen­über der NRWZ. 312 waren zu schnell. 30 Stun­den­ki­lo­me­ter sind im engen Bau­stel­len­be­reich erlaubt, der schnells­te don­ner­te mit 70 durch. Macht 120 Euro Buß­geld und einen Punkt.

„Wir haben ein mas­si­ves Pro­blem mit undis­zi­pli­nier­ten Auto­fah­rern“, erreg­te sich Joa­chim Hil­ser vom Stra­ßen­bau­amt schon vor Tagen. Im Bereich der Bau­stel­le an der B 462 Umfah­rung Sul­gen gilt teil­wei­se Tem­po 30. Und das aus gutem Grund. Die Durch­fahrt an der Bau­stel­le sei recht eng, direkt neben den Autos und LKWs arbei­te­ten die Stra­ßen­bau­er. „Wenn da sich zwei bei Tem­po 80 zu nahe kom­men, wird es sehr gefähr­lich.“

„Da gibt es sogar wel­che, die über­ho­len trotz durch­ge­zo­ge­ner Linie.“  Man habe das Tem­po­li­mit 50 und 30 doch nicht „aus Jux und Dol­le­rei“ ange­ord­net, son­dern zum Schutz der Mit­ar­bei­ter, gibt Hil­ser zu beden­ken.

Und des­halb jetzt die Kon­trol­le. Sie gilt als letz­tes Mit­tel, die Auto­fah­rer zur Ver­nunft zu brin­gen. Wenn das nichts hel­fe, müss­te eine Ampel­an­la­ge auf­ge­baut wer­den und es käme zu „ellen­lan­gen Staus“, pro­phe­zeit der Stra­ßen­bau­in­ge­nieur. Oder es wer­de eine Umlei­tung ein­ge­rich­tet, die dann eben über das kilo­me­ter­weit ent­fernt lie­gen­de Ten­nen­bronn gin­ge.

”Wir wol­len die Auto­fah­rer ja nicht schröp­fen”, so Hil­ser, sie sei­en kei­ne ”Wege­la­ge­rer”. Aller­dings sei schlicht kei­ne Akzep­tanz der Auto­fah­rer gegen­über den Geschwin­dig­keits­be­gren­zun­gen dage­we­sen. ”Und wenn die Ver­kehrs­teil­neh­mer sich nicht dar­an hal­ten, müs­sen wir wei­te­re Schrit­te ein­lei­ten. Ent­we­der eine Ampel­an­la­ge mit War­te­zei­ten bis zu einer Stun­de oder eine Voll­sper­rung.” Hil­ser ver­wies dar­auf, dass kom­men­de Woche auch die Stre­cke Hardt-Schram­berg gesperrt sein wer­de. Daher die rie­si­ge Umlei­tungs­stre­cke, die hier droht.

Mehr über die Bau­stel­le hier.

 

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