Bei der Frühjahrssitzung der Aktion Eine Welt Rottweil (AEW) kamen am vergangenen
Samstag mehr als 20 Mitglieder zusammen, um über die Förderung internationaler
Hilfsprojekte zu entscheiden.
Rottweil – Zweimal im Jahr tagt das Gremium der Organisation, in dem die gewählte Mitglieder der Vollversammlung sowie des Vorstands über eingereichte Projektanträge beraten und
abstimmen. Insgesamt stand diesmal eine Fördersumme von knapp 100.000 Euro zur Verfügung.
Unterstützt wurden Projekte in verschiedenen Ländern Afrikas, Südamerikas und Asiens. Zu den erneut bewilligten Förderungen zählt unter anderem eine Ausbildungswerkstatt in Guineas Hauptstadt Conakry, die jungen Lehrlingen eine berufliche Perspektive eröffnen. Hier werden weiter die Fahrt zur Werkstatt, die Versorgung mit Essen, die Ausstattung der Ausbildungswerkstatt, sowie das Gehalt der Ausbildungsmeister für 20 Azubis gefördert
wird.
In Ruanda unterstützt die Aktion Eine Welt Rottweil weiterhin eine Primarschule, an der
Grundschulkinder Schulgebühren und Lernmaterialien finanziert werden können. Auch in
Indien wird ein bestehendes Projekt weiter fortgeführt: Dort trägt die Förderung zum Ausbau einer Solaranlage bei, um die Stromversorgung nachhaltig zu verbessern. Besonders eindrücklich vorgestellt wurde ein Projekt in Tansania. Für insgesamt 19.730 Euro wird eine Organisation unterstützt, die sich um Kinder mit Behinderungen in ländlichen Regionen kümmert und therapeutische sowie medizinische Hilfe leistet.
Antragsteller war der Verein Baobap-Tansania, dessen Vertreterin die schwierige Situation
vor Ort schilderte. Staatliche Unterstützungsmöglichkeiten seien dort kaum vorhanden,
weshalb die Hilfe aus Deutschland für die Region Simanjiro von großer Bedeutung sei. In einer abgelegenen Region in Uganda, eines der ärmsten Länder der Welt, fördert die AEW den Ausbau von zwei naturwissenschaftlichen Fachräumen in Höhe von 16.000 Euro an einer beruflichen Mittelschule. Neben weiteren Projekten in Afrika engagiert sich die AEW auch in Bolivien. Gefördert wird dort die Anschaffung eines geländegängigen Pick-ups, mit dem die Einwohner in abgelegenen Gebirgsregionen versorgt werden können.
Die Verantwortlichen betonten während der Sitzung zudem die große Bedeutung des
ehrenamtlichen Engagements der Aktion Eine Welt in Rottweil. Viele Helferinnen und Helfer sorgen mit dem Verkauf von Haushalts- und Elektrowaren und Möbelverkauf im Gewerbepark Moker sowie bei Basaren dafür, dass die notwendigen Mittel erwirtschaftet werden können. „Unsere Altmaterialsammlungen, der Kleiderverkauf im Bischof-Linsenmann-Haus und der Bücherkauf im Gemeindehaus Adolph Kolping ermöglichen weltweite Unterstützung; ohne diesen Einsatz wären die zahlreichen internationalen Hilfsprojekte nicht möglich,“ so die AEW.
