Familie Gashi im Kosovo gelandet

Lauterbach wartet auf ihre Rückkehr

Die Koffer sind gepackt, die Lauterbacher Wohnung ist geräumt: Familie Gashi kurz vor der Abreise nach Priština. Foto: sra

Der Weg­gang der Fami­lie Gashi aus Lau­ter­bach schlug ver­gan­ge­ne Woche hohe Wel­len. Die jun­ge Fami­lie mit drei Kin­dern reis­te zurück in den Koso­vo, um dort ein Arbeits­vi­sum zu bean­tra­gen und hof­fent­lich bald nicht als Asyl­su­chen­de, son­dern als „ganz nor­ma­le arbei­ten­de Lau­ter­ba­cher“ wie­der in den Schwarz­wald zie­hen zu kön­nen. Die Fami­lie war frei­wil­lig aus­ge­reist, um die Chan­ce auf  lega­le Rück­kehr zu haben.

Tränen bei der Verabschiedung

Ver­gan­ge­nen Frei­tag: Der Vater ging wie immer zur Arbeit, die Mädels in Kin­der­gar­ten und Schu­le – und doch war der Tag anders als die ande­ren, denn zur gro­ßen Pau­se fand die Ver­ab­schie­dung statt – ohne den Vater, der da noch bei der Arbeit war. Die Klas­sen­ka­me­ra­den mit ihrer Leh­re­rin Ange­li­ka Nagel hat­ten den Gashis ein Album zusam­men­ge­stellt, und die Eltern­bei­rä­tin­nen Cari­na Mar­tin-San­chez und Son­ja Rajsp konn­ten einen Umschlag vol­ler Spen­den über­rei­chen. Elke Mai­er hat­te sich ganz beson­ders ins Zeug gelegt: Sie hat­te einen Scheck mit 500 Euro dabei. Man wol­le in Kon­takt blei­ben und hof­fe auf ein bal­di­ges Wie­der­se­hen, so das trä­nen­rei­che Fazit.

Alles auf Warteposition

Das Woh­nungs­in­ven­tar haben sie zusam­men­ge­packt und unter­ge­stellt, und die Raten für das Auto zahlt jetzt erst mal der Nach­bar ab. Sobald mög­lich, wol­len die Gashis den Antrag auf ein Arbeits­vi­sum stel­len und ihr Leben in Lau­ter­bach wie­der auf­neh­men. Nach ihrer Ankunft in Priš­ti­na sind sie für’s Ers­te zu Shpe­j­tims Vater gezo­gen und woh­nen da jetzt zu fünft in einem Zim­mer.

Ob die Töch­ter in die Schu­le kom­men, ist nach weni­gen Tagen im koso­va­ri­schen Behör­den­dschun­gel noch nicht klar – die Gro­ße müss­te anstatt in die drit­te dann wahr­schein­lich in die ers­te Klas­se, und die mitt­le­re Toch­ter anstatt in die ers­te Klas­se noch ein Jahr zu Hau­se blei­ben, da sie die Spra­che nicht gut spricht und es im Ort kei­nen Kin­der­gar­ten gibt.                                           sra