Benachrichtigung

Führung zum „Jahr der Brücken“ kommt bestens an

Informativ, unterhaltsam – und ausverkauft

Anke und Markus Wölfle spielen die Wirtsleute der "Linde". Fotos: wede
Autor / Quelle:
Lesezeit 2 Min.

Passend zum „Jahr der Brücken“ gibt es jetzt die szenische Stadtführung „Rottweiler Brücken“. Wir waren bei einer der Premierenführungen am Samstag dabei.

Rottweil – „Ausverkauft“ hieß es bei allen angesetzten Führungen, auch bei dieser. 30 Personen ließen sich über eineinhalb Stunden von Brückenführer Eberhard Wucher und seinem Team informieren. Die Route ging nie außerhalb Etters, sie blieb also in der historischen Innenstadt mit dem Start im Bockshof. Hier informierte Wucher, dass Brücken aus neun Jahrhunderten vorgestellt würden.

Der Blick auf viele Brücken ist ja von einigen Punkten der Innenstadt möglich. Und so informierten die Wirtsleute des Gasthauses „Linde“ über die neue (von 1874 bis 76) erbaute Brücke direkt vor ihren Fenstern, die man „Viadukt“ nannte. Zeitgleich mit dem Viadukt wurde auch die Brücke über den Neckar gebaut und nach dem württembergischen König Karl benannt.

Der Jesuit

Der Jesuitenpater (Hans Aicher) vor dem Konvikt. Hier mit dem Brückenführer Eberhard Wucher.

Über die wechselhafte Geschichte der Jesuiten in Rottweil erzählte der Jesuitenpater ausführlich und unterhaltsam vor dem Konvikt, das von ihnen gegründet worden war. Die Brücke hier war die „Seufzerbrücke“, die Verbindung zwischen Konvikt und Kapellenkirche. Seufzer deswegen, weil Konvikts-Schüler, die sich etwas zuschulden hatten kommen lassen, diesen Durchgang zur Kirche nahmen, um dort die Strafe zu erfahren.

Die „Seufzerbrücke“

Dass die Hochbrücke gesprengt werden und einer neuen Brücke Platz machen sollten, erfuhren die Teilnehmer von der Bauingenieurin. Die Sprengladungen seien schon gesetzt gewesen, ehe dann das Kommando „zurück“ kam. Stadtführerin Ulrike Wenzler-Munding zeigte aber auch die Stelle, an der die LGS-Brücke beginnt.

Dass Rottweil die „Wiaschtgläubigen“, also Protestanten, allesamt aus seinen Mauern vertrieben hat, berichtete Uwe Deiber in der Hochmaiengasse. Den Abschluss der Führung machte der Brückenwächter beim Boltenbrückle.

Jochen Egin machte den Abschluss der Führung.

Diese Führung, so berichtete Eberhard Wucher, soll ins Führungs-Programm aufgenommen werden. Diese exklusive Führung ist jetzt für Gruppen buchbar und verspricht ein unvergessliches Erlebnis.

Autor / Quelle:Wolf-Dieter Bojus
... war 2004 Mitbegründer der NRWZ und deren erster Redakteur. Mehr über ihn auf unserer Autoren-Seite.
Abonnieren
Benachrichtigen bei
0 Kommentare
Neueste
Älteste Meistbewertet
Inline-Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen