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Ein Recht­streit zwi­schen einer frü­he­ren Restau­rant­be­trei­be­rin aus einer Kreis­ge­mein­de und dem Ver­päch­ter ende­te nun mit einem Ver­gleich. Grund für den Pro­zess war eine Holz­ta­fel, die der Ehe­frau des Haus­be­sit­zers auf den Fuß gefal­len sein soll. Ob das stimmt, wird nun nicht mehr geklärt.

Die Tafel hat­te Besu­cher auf den seit­lich gele­ge­nen Ein­gang zum Lokals hin­ge­wie­sen, denn zur Stra­ße hin befin­den sich die Ein­gän­ge zu Woh­nun­gen und einem Mode­ge­schäft. Bei der Ver­hand­lung am Rott­wei­ler Land­ge­richt am Diens­tag wur­de deut­lich, dass die­se Tafel schon zwei Jah­re in einer Ecke des Hau­ses stand, als sie auf den Fuß der Besit­zer­ehe­frau gefal­len sein soll. Die­se woll­te des­we­gen gut 2500 Euro: Kos­ten für Medi­ka­men­te, Schmer­zens­geld und ihren Aus­fall im Haus­halt.

Der Anwalt der Restau­rant­be­trei­be­rin sah aller­dings kei­nen Beweis dafür, dass die Ver­let­zung der Frau, die sie bei der Ver­hand­lung vor­zeig­te, wirk­lich von der Tafel stam­me. Die Ver­letz­te wie­der­um beton­te, das sei ein Schön­heits­feh­ler, sie kön­ne des­we­gen kei­ne geschlos­se­nen Schu­he mehr anzie­hen.

Skep­tisch zeig­te sich die Rich­te­rin: „Ich kann mir nicht vor­stel­len, dass so ein Brett ein­fach run­ter­fällt”, sag­te sie. Zudem gebe es auch eine gewis­se eige­ne Vor­sor­ge­pflicht.

Die Rich­te­rin rief die Par­tei­en schließ­lich dazu auf, sich auf einen Ver­gleich zu eini­gen – übli­che Pra­xis. Natür­lich kön­ne man noch aller­hand Gut­ach­ten ein­ho­len, bei­spiels­wei­se, ob es an dem Tag beson­ders star­ken Wind gege­ben habe. „Aber wenn wir den Pro­zess noch wei­ter betrei­ben, sit­zen wir hier noch sehr lan­ge.”

Und so einig­te man sich am Ende tat­säch­lich auf eine Zah­lung von 900 Euro, die die Wir­tin der Frau ihres ehe­ma­li­gen Ver­päch­ters leis­ten wird.

Die Wir­tin hat­te übri­gens das Pacht­ver­hält­nis ihres recht gut ein­ge­führ­ten Restau­rants Ende ver­gan­ge­nen Jah­res vor­zei­tig been­det. Ihre Begrün­dung damals: das schlech­te Ver­hält­nis zum Haus­be­sit­zer.