Stiftung startet neues Inklusionsprojekt in Deißlingen

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Deißlingens Bürgermeister Ralf Ulbrich, Tamer Öteles (Vorstand Stiftung LFA) und Alexandra Gaß-Miksad (Projektleiterin Stiftung LFA) stehen hinter dem Inklusionsprojekt. Foto: pm

Die Stif­tung Ler­nen-För­dern-Arbei­ten ist ein frei gemein­nüt­zi­ger Trä­ger im Bereich der Jugend­hil­fe und Bil­dung, der hilfs­be­dürf­ti­ge, sozi­al Benach­tei­lig­te oder im Sin­ne des Sozi­al­ge­setz­bu­ches beson­ders för­der­be­dürf­ti­ge Men­schen unter­stützt. Jetzt plant sie, in Deiß­lin­gen eine Inklu­si­ons-Gas­tro­no­mie zu eröff­nen, in dem auch Men­schen mit Behin­de­run­gen arbei­ten.

Men­schen mit Han­di­kap sol­len am Arbeits­le­ben teil­ha­ben kön­nen. Nach einer Mit­tei­lung der Stif­tung steckt das hin­ter dem Deiß­lin­ger Pro­jekt. Eine seit Mai wie­der zur Pacht an-ste­hen­de Gast­stät­te soll nun auf Juni ange­mie­tet wer­den, heißt es in der Pres­se­mit­tei­lung wei­ter. In einem gestuf­ten Pro­zess sei beab­sich­tigt, das Gast­haus bis 2021 zu einem Inklu­si­ons­be­trieb zu ent­wi­ckeln. Es sol­len bis zu acht Arbeits­plät­ze für Men­schen mit Han­di­kap ent­ste­hen.

Los gehen soll es zunächst vor­aus­sicht­lich Anfang Juli mit redu­zier­tem Betrieb und Öff­nungs­zei­ten am Wochen­en­de. Der­zeit lau­fen die Vor­be­rei­tun­gen auf Hoch­tou­ren, etwa in der Zusam­men­stel­lung des Teams und wei­te­ren vor­be­rei­ten­den Maß­nah­men.

Das geplan­te Pro­jekt fin­det in den bis­he­ri­gen Gesprä­chen mit den Ent­schei­dungs­trä­gern in der Regi­on wie der Gemein­de, dem Land­kreis und der Agen­tur für Arbeit gro­ßen Zuspruch”, so Tamer Öte­les, Vor­stand der Stif­tung LFA. Er freut sich über die qua­li­ta­ti­ve Erwei­te­rung des bestehen­den Leis­tungs­an­ge­bots, wel­ches in Koope­ra­ti­on mit wei­te­ren Netz­werk­part­nern einen wich­ti­gen Bei­trag für eine inklu­si­ve Gesell­schaft, ins­be­son­de­re zur gleich­be­rech­tig­ten Teil­ha­be am Arbeits­le­ben leis­ten soll.

Beim Objekt, das die Stif­tung für ihre Zwe­cke aus­ge­sucht hat, han­delt es sich um den „Bären”. Mitt­woch Mor­gen war dort ein Pres­se­ge­spräch anbe­raumt, das für die NRWZ aller­dings aus­fiel.

 

In eige­ner Sache: Auf den für uns über­ra­schen­den und völ­lig neu­en Vor­gang, dass eine eigens dazu ein­ge­la­de­ne Repor­te­rin unse­res Hau­ses nicht an einem Pres­se­ge­spräch hat teil­neh­men dür­fen, haben wir zunächst eben­falls abwei­send reagiert. Wir hat­ten auch etwa im Gespräch mit der Stif­tung am Nach­mit­tag bis auf wei­te­res aus­ge­schlos­sen, über das in Deiß­lin­gen ange­sie­del­te Pro­jekt zu berich­ten. Aller­dings bedeu­tet das einen Nach­teil für die Stif­tung und für die am Pro­jekt betei­lig­ten Men­schen. Daher haben wir unse­re Hal­tung über­dacht und uns nun für eine knap­pe Ver­öf­fent­li­chung ent­schie­den.   

 

Info: Das Port­fo­lio der Stif­tung umfasst der­zeit Pro­jek­te im Bereich der Kin­der- und Jugend­hil­fe, arbeits­markt­po­li­ti­sche Maß­nah­men nach SGB III, beruf­li­che Reha­bi­li­ta­ti­ons­maß­nah­men sowie klas­si­sche Jugend­so­zi­al­ar­beit ins-beson­de­re in der Regi­on Schwarz­wald-Baar-Heu­berg. Mit ihren 220 fest­an­ge­stell­ten und etwa 150 frei­be­ruf­li­chen Mit­ar­bei­ter erreicht sie jähr­lich mehr als 3000 Men­schen.

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