Beim Wahlkampfabschluss der AfD am Donnerstagabend in der Stadthalle Rottweil wurde der baden-württembergische Spitzenkandidat der Partei, Markus Frohnmaier, nicht persönlich auf der Bühne begrüßt. Stattdessen leitete ein kurzer Einspielfilm seine Videobotschaft ein.
In dem Intro wird Frohnmaier als zentraler Kopf des AfD-Landtagswahlkampfs in Baden-Württemberg vorgestellt. Der Bundestagsabgeordnete gilt als enger Vertrauter der Bundesparteivorsitzenden Alice Weidel und führt die Partei im Südwesten als Spitzenkandidat in die Landtagswahl am 8. März.
Videobotschaft statt persönlichem Auftritt
Der Grund für seine Abwesenheit: Frohnmaier hält sich zum Zeitpunkt der Veranstaltung nicht in Baden-Württemberg auf. In seiner Videobotschaft meldet er sich aus den USA. Dort ist der AfD-Politiker in Washington unterwegs – wenige Tage vor der Landtagswahl.
Die Reise hatte bereits im Vorfeld Aufmerksamkeit ausgelöst, weil sie ausgerechnet in die heiße Phase des Wahlkampfs fällt. Statt Wahlkampfauftritten im Land absolvierte Frohnmaier Termine in der US-Hauptstadt.
Außenpolitische Bühne statt Wahlkampfbühne
Beobachter werten den Aufenthalt in Washington als Versuch, außenpolitische Kontakte zu pflegen und sich international zu positionieren. Gleichzeitig wird die Reise auch kritisch gesehen: Ein Spitzenkandidat, der kurz vor der Wahl nicht im Land unterwegs ist, verzichtet damit auf Präsenz bei Wahlkampfveranstaltungen wie dem Abschlussabend in Rottweil.
Die AfD in Baden-Württemberg tritt mit Frohnmaier als Spitzenkandidat an und liegt laut Umfragen im Wahlkampf hinter CDU und Grünen auf Platz drei.
Auftritt in Rottweil nur digital
Beim Wahlkampfabschluss in der Rottweiler Stadthalle blieb Frohnmaier deshalb auf die Leinwand beschränkt. Nach der kurzen Vorstellung im Einspielfilm richtete er sich per Videobotschaft an die rund um die Veranstaltung versammelten Unterstützer – während die prominenten Bundespolitiker Alice Weidel und Tino Chrupalla vor Ort auf der Bühne standen.


