Mächtig Ärger eingeholt hat sich der Gemeindevollzugsdienst (GVD) bei Musikerinnen und Musikern der Stadtmusik und bei Lehrkräften der Berneckschule. Dort hätten die „Stadtsheriffs“ Strafzettel verteilt, ohne dass es dafür echte Gründe gegeben hätte, beklagten zwei Stadträte.
Schramberg. Unter Anfragen beklagte sich der Sprecher der Freien/Neuen Liste Udo Neudeck am Donnerstagabend im Gemeinderat, der GVD habe freitagabends an deer H.A.U. beim Probelokal der Stadtmusik Strafzettel verteilt. Die Musikerinnen und Musiker träten auch im Dienst der Stadt auf. Dass man sie dann so abkassiere, „das darf nicht sein“, polterte Neudeck. Da gehe es nur ums Geld abkassieren.
Gefahrenzonen im Blick
Fachbereichsleiter Matthias Rehfuß erwiderte, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien von Montag bis Samstag unterwegs, zu verschiedenen Tages- und Nachtzeiten. „Sie schauen, wo verschiedene Gefahrenzonen entstehen können“, so Rehfuß. Es gehe auch darum, dass die Verkehrsteilnehmer Verkehrszeichen beachten. Man werde sich bei der Verkehrsschau am Montag gerne die Situation an der H.A.U. nochmals anschauen.

Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr ergänzte, es gehe wohl zum einen um den neuen Wohnmobilstellplatz. Dort stünden auf der gegenüberliegenden Seite Parkverbotsschilder, weil sonst die Wohnmobilisten nicht in die Haltebuchten einfahren könnten. Die Fläche vor dem Vereinsgebäude sei eine Feuerwehraufstellfläche und deshalb tabu.
Strafzettel trotz Berechtigung?
Neudecks Fraktionskollege Stefan Grimm berichtete von heftigen Strafzetteln, die der GVD auch an Lehrkräfte der Berneckschule verteilt habe. Seit einiger Zeit ist dort eine neue Fläche für die Lehrkräfte der Schule ausgewiesen. Dort dürfen nur diese parken, wenn sie sich mit einer Berechtigungskarte hinter der Frontscheibe des Autos ausweisen.


Der GVD habe trotz gut sichtbarer Berechtigungskarte Strafzettel verteilt. „Und da ging es nicht um 15, sondern 55 Euro“, erregte sich Grimm. „Das ist echt eine Sauerei.“ Die Einsprüche, die die Betroffenen eingelegt hätten, seien prompt abgelehnt worden, berichtete Grimm. Eisenlohr sagte zu, man werde das überprüfen.
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