Lancierte Kandidatur für „Angriffskrieg” gegen Herzog?

Leserbrief zu: "OB-Kandidatur von Eisenlohr: 'Immer gut, wenn man die Wahl hat'”

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Dorothee Eisenlohr im Gespräch bei der Eröffnung der neuen Räume der Wifö. Foto: pm Eisenlohr

Mit Inter­es­se habe ich die neu ein­ge­reich­te Kan­di­da­tur der OB-Bewer­be­rin Eisenlohr zur Kennt­nis genom­men und mich so gleich gefragt, ob das eine lan­cier­te Kan­di­da­tur ist, die die CDU Schram­berg zum Sturz des Amts­in­ha­bers initi­iert hat?

Schon vor eini­gen Wochen war an Schram­ber­ger Stamm­ti­schen zu hören, dass die grau­en Emi­nen­zen und Strip­pen­zie­her der Lokal­po­li­tik Tho­mas Her­zog mit einem kur­zen über­ra­schen­den Angriffs­krieg aus dem Sat­tel heben wol­len. Dabei wur­de im nebu­lö­sen Gerüch­te­ge­schwa­der die Nach­richt  gestreut, es wür­de sich bei dem neu­en Bewer­ber oder Bewer­be­rin um einen aus­ge­such­ten Exper­ten han­deln.

Die Home­page  von Frau Eisenlohr möch­te einem Glau­ben schen­ken, dass ein Bür­ger­meis­ter­ma­cher als Tur­bo­la­der für den siche­ren Wahl­sieg ein­ge­kauft wur­de. Beschei­de­ne zwei Euro pro Ein­woh­ner einer Kom­mu­ne neh­men sol­che Mei­nungs­ma­cher von ihren Man­dan­ten, in die­sem Fall wären das rund 45.000 Euro für den Ritt in das Schram­ber­ger Rat­haus.

Da drängt sich schnell  die Fra­ge auf, ob die­ser Betrag aus der hei­mi­schen Wirt­schaft gespon­sert wird?  So rasch wie die CDU sich zur Kan­di­da­tur von Frau Eisenlohr bekannt hat, liegt der Schluss nahe, dass die Bewer­bung nicht zufäl­lig, son­dern ein geplan­ter Schach­zug ist.

Gute Poli­tik zeich­net sich dadurch aus, dass sie für alle Men­schen gleich­sam Gutes bewirkt, unab­hän­gig von wirt­schaft­li­chem Stand, Aus­bil­dung oder Her­kunft. Günst­lings­po­li­tik für die wirt­schaft­li­chen Eli­ten unse­rer Stadt, die ohne­hin im mone­tä­ren Vor­teil leben, brau­chen wir nicht. Auch wenn der Blick hin­ter die Kulis­sen manch­mal schwer fällt, bleibt zu hof­fen, dass der gesun­de Men­schen­ver­stand an den Wahl­ur­nen nicht ver­sagt.

Micha­el P. Mel­vin , Schram­berg

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