(Anzeige). Aus dem Altbau der ehemaligen Kirchplatzschule Sulgen ist ein moderner, barrierefreier Kindergarten entstanden. Das denkmalgeschützte Gebäude stammt aus dem Jahr 1912. Der Pausenhallen-Anbau wurde 1979 errichtet und 1990 aufgestockt. In den vergangenen zwei Jahren wurde das Gebäude umfassend saniert, umgebaut und an die Anforderungen einer zeitgemäßen Kindertagesbetreuung angepasst. Wer sehen möchte, was dort entstanden ist, hat am Tag der Offenen Tür am 13. Juni Gelegenheit dazu.
Eine Sonderveröffentlichung mit freundlicher Unterstützung folgender Projektbeteiligter






Auf vier Stockwerken und in insgesamt 25 Räumen bietet der neue Kindergarten künftig Platz für bis zu 50 Kinder über drei Jahren. Hinzu kommen bis zu zwölf Plätze für Krippenkinder ab zwei Jahren in der sogenannten Nestgruppe. Damit entstehen im Vergleich zu den bisherigen Modulen, in denen bis zu 42 Kinder betreut werden konnten, nicht nur zusätzliche Betreuungsplätze. Besonders wichtig ist auch, dass im Stadtteil Sulgen wieder ein Angebot für Kinder ab zwei Jahren geschaffen wird. In diesem Bereich bestand über längere Zeit ein deutlicher Engpass.
Tag der offenen Tür im neuen Kindergarten am Kirchplatz am 13. Juni
Am Samstag, 13. Juni, laden die Stadt Schramberg und das Kindergartenteam herzlich zum Tag der offenen Tür im neuen Kindergarten am Kirchplatz ein. Alle Interessierten sind willkommen, die rundum sanierten und zum Kindergarten mit Kinderkrippe umgebauten Räume der ehemaligen Kirchplatzschule, Kirchplatz 5 in Sulgen, kennenzulernen. Auf vier Stockwerken in 25 Zimmern ist ein moderner, barrierefreier Kindergarten entstanden.

Der Tag der offenen Tür beginnt um 11 Uhr mit einem offiziellen Teil und einer Begrüßung. Die Kinder des Kindergartens werden mit einem kleinen Auftritt zum Programm beitragen. Ab 12 Uhrfinden stündlich Kindergartenführungen statt. Außerdem gibt es verschiedene Stationen für Groß und Klein, darunter eine Tombola, Glitzertattoos, Kinderschminken sowie Aktionen im Garten. In den Bildungsbereichen stehen Fachkräfte für Fragen rund um den Kindergarten und die Betreuungsmöglichkeiten zur Verfügung. Für das leibliche Wohl sorgt der Elternbeirat mit warmen Speisen, Getränken sowie Kaffee und Kuchen.
Die Stadt Schramberg und das Kindergartenteam freuen sich auf zahlreiche Besucherinnen und Besucher.
Der neue Kindergarten ist vollständig barrierefrei. Möglich macht dies unter anderem ein Aufzug mit fünf Haltestellen. Im Zuge des Umbaus wurde außerdem eine umfassende Generalsanierung umgesetzt. Dazu gehören ein modernes Brandschutz- und Sicherheitskonzept, hochwertige Schallschutzdecken in allen Kindergartenbereichen sowie eine moderne Lüftungsanlage. Gegenüber den bisherigen Modulbauten bedeutet dies einen deutlichen Qualitätssprung.
Auch die pädagogischen und räumlichen Möglichkeiten verbessern sich erheblich. Der Kindergarten verfügt künftig über mehr Raum, zusätzliche Bildungsbereiche und einen großzügigen Bistrobereich. Für das Team entstehen ebenfalls deutlich bessere Rahmenbedingungen: mehr Platz, verbesserte Arbeitsmöglichkeiten sowie eigene Räume für Arbeit, Besprechungen und Pausen.
Mit dem Projekt wurde ein denkmalgeschütztes Bestandsgebäude erhalten, modernisiert und zukunftsfähig gemacht. Die Stadt investiert damit nicht nur in Betreuung und frühkindliche Bildung, sondern zugleich in den Werterhalt eines prägenden Gebäudes in Sulgen. Bei der Umsetzung wurde in allen Bereichen auf Qualität geachtet – vom Rohbau über Gebäudehülle und Fassade, Innenausbau, technische Anlagen und Außenanlagen bis hin zur Ausstattung mit Mobiliar und Spielsachen.
Der beim Spatenstich im August 2024 gesetzte Kostenrahmen konnte eingehalten werden. Für den Umbau zum Kindergarten wurden rund 4,9 Millionen Euro investiert. Zusätzlich entstehen im Untergeschoss Räume für das zweite Rechenzentrum der Stadt. Dafür sind weitere 500.000 Euro vorgesehen. Das Rechenzentrum soll künftig als Redundanz dienen und die Sicherheit der städtischen IT zusätzlich stärken.
Erfreulich ist zudem die Förderung des Projekts: Über die Bundesförderung für effiziente Gebäude wurden Fördermittel in Höhe von 496.415 Euro bewilligt.
Auch der Außenbereich wird weiterentwickelt. Der neue Kindergarten erhält einen erweiterten Spielplatzbereich. Zunächst müssen dafür noch die bisherigen Module abgebaut werden. Die Planungen für den Spielplatz sollen dem Gemeinderat zu gegebener Zeit vorgestellt werden.
Bei der Vorstellung der sanierten Räume am Tag der offenen Tür stehen neben dem Gebäude vor allem die künftige Nutzung im Mittelpunkt: Spielen, Lernen, Entdecken, gemeinsames Essen und das Miteinander der Kinder. Die Kindergartenkinder beteiligen sich mit einem kleinen Auftritt am Programm.
Ab 12 Uhr werden stündlich Führungen durch den Kindergarten angeboten. Außerdem gibt es verschiedene Stationen für Groß und Klein, darunter eine Tombola, Glitzertattoos, Kinderschminken und Aktionen im Garten. In den Bildungsbereichen stehen die Fachkräfte für Fragen rund um den Kindergarten und die Betreuungsmöglichkeiten zur Verfügung. Für das leibliche Wohl sorgt der Elternbeirat mit warmen Speisen, Getränken sowie Kaffee und Kuchen.

Das historische Gebäude – vom Schulhaus zur Kita
Aus der alten Kirchplatzschule ist eine moderne, dreigruppige Einrichtung für 62 Kinder geworden. Der Umbau war eine Gratwanderung zwischen Denkmalschutz und modernen Anforderungen, sagt Architekt Roland Hess. In diesem Beitrag schaut er auf die Entwicklung des Projekts zurück.
Das Hauptgebäude am Kirchplatz auf dem Sulgen stammt aus dem ersten Viertel des 20. Jahrhunderts. Jahrzehntelang diente es als Schul- und Lehrerhaus, bevor es zunehmend leerstand – zuletzt war nur noch die Musikschule in einigen Räumen untergebracht. Für den Denkmalschutz ist ein leeres Gebäude eine Gefahr: Ohne Leben fehlt die nötige Pflege. 2019 prüfte deshalb eine Machbarkeitsstudie des Stuttgarter Büros GUS Architekten und Ingenieure, ob eine Umnutzung als Kindergarten möglich sei. Das Ergebnis: Ja.
Die Planung übernahmen federführend die bffgmbh Roland Stölzle aus Stuttgart bis zur Einreichung des Bauantrags sowie das Schramberger Architekturbüro Roland Hess für alle weiteren Leistungen bis zur Fertigstellung.
Fenster nach alten Postkarten
Eine besondere Herausforderung waren die Fenster. In früheren Jahrzehnten waren schlichte, ungeteilte Fenster eingebaut worden, die zum historischen Erscheinungsbild nicht passten. Originale Baupläne existieren nicht mehr – sie fielen einem Großbrand im Jahr 1936 zum Opfer, der die Registratur der damaligen Gemeinde Sulgen fast vollständig vernichtete. Die Lösung lieferten alte Postkarten aus den Jahren 1912 und 1913, die im Stadtarchiv auftauchten. Sie zeigen das Gebäude kurz nach seiner Einweihung – und damit, wie die Fenster ursprünglich ausgesehen hatten. Nach diesem Vorbild wurden neue Holzfenster mit historischer Teilung gefertigt, die gleichzeitig modernen Wärmeschutzanforderungen genügen.
Aufzug, Stahltreppe, Barrierefreiheit
Der Gemeinderat beschloss im September 2021 vollständige Barrierefreiheit für alle Raumbereiche. Weil das Gebäude früher nur über Stufen zugänglich war und im Inneren Höhenunterschiede zwischen Alt- und Anbau bestanden, wurde ein Aufzug eingebaut, der vom Erdgeschoss bis ins Dachgeschoss fährt und dort die Dachkonstruktion durchstößt – sichtbar als dezente, mit Blech verkleidete Aufzugsgaube auf der Rückseite.
Für den Fluchtweg im Brandfall sah die ursprüngliche Machbarkeitsstudie einen massiven Betonturm an der Außenwand vor. Gemeinsam mit Baubehörden, Denkmalschutz und Feuerwehr entwickelten die Planer stattdessen eine filigrane Stahltreppe, die auf den Dächern des Anbaus aufsitzt und das historische Erscheinungsbild kaum berührt.
Das historische Treppenhaus im Inneren blieb in seiner offenen Form erhalten – durch ein ausgeklügeltes Brandschutzkonzept mit modernen Dichtungen und automatischen Türschließern, statt der sonst üblichen Einmauerung.
700 Quadratmeter für 62 Kinder
Auf rund 700 Quadratmetern stehen den Kindern nun ein Bewegungsraum, ein Bauraum, ein Kreativraum mit Wasserrinne sowie Räume zum Forschen zur Verfügung, dazu eine eigene Mensa. Neue Trennwände aus Leichtbau schufen die verschiedenen Nutzungsbereiche – und können, sollte das Gebäude künftig anders genutzt werden, wieder entfernt werden, ohne die historische Bausubstanz zu beschädigen.
📰 Mehr aus Schramberg
NEU
Schramberger Sommerferienprogramm startet: Anmeldung ab 15. Juni möglich
vor 14 Stunden
NEU
Schreiner-Azubis in Schramberg präsentieren selbst entworfene Möbel
vor 15 Stunden
NEU
Schramberg: Verbindungsstraße „An der Steige“ eine Woche lang gesperrt
vor 24 Stunden











