Flug und Hotel sind gebucht, doch vor Ort lauern oft versteckte Kosten. Eine aktuelle Umfrage zeigt: Viele Urlauber unterschätzen Nebenkosten wie Ortstaxen, Trinkgelder oder Bankgebühren – und zahlen am Ende mehr als gedacht.
Die wichtigsten Ausgaben einer Reise haben viele im Blick: Unterkunft, Verpflegung und Anreise werden meist sorgfältig kalkuliert. Doch gerade die kleineren Posten vor Ort geraten schnell aus dem Fokus – mit spürbaren Folgen fürs Budget.
Das zeigt eine aktuelle Umfrage: Während zwei Drittel der Reisenden ihre Unterkunft fest einplanen, berücksichtigen deutlich weniger typische Nebenkosten. Besonders häufig werden Ortstaxen, Trinkgelder sowie Gebühren für Kartenzahlung oder Geldabhebungen unterschätzt.
Ortstaxen: kleine Beträge, die sich summieren
In vielen europäischen Städten fallen zusätzliche Abgaben pro Nacht und Person an – etwa in Metropolen wie Barcelona, Paris oder Rom. Die Beträge wirken zunächst gering, können sich bei längeren Aufenthalten jedoch deutlich summieren. Je nach Stadt und Unterkunft sind mehrere Euro pro Nacht üblich.
Wer sich vor der Reise informiert, kann diese Kosten gezielt einplanen und erlebt vor Ort keine Überraschung.
Trinkgeld: Unterschiede je nach Land
Auch beim Trinkgeld gibt es große regionale Unterschiede. In den USA gehört ein Aufschlag von 15 bis 20 Prozent zum Standard und sollte fest einkalkuliert werden. In vielen südeuropäischen Ländern reichen hingegen fünf bis zehn Prozent.
In Skandinavien wiederum ist der Service oft bereits im Preis enthalten. Wer die Gepflogenheiten kennt, vermeidet Unsicherheiten – und plant realistischer.
Die großen Ausgaben einer Reise lassen sich im Vorfeld gut planen. Oft sind es jedoch die vielen kleinen Kosten vor Ort, die schwer zu kalkulieren sind oder leicht übersehen werden.“
Britta Zander, Postbank.
Gebühren beim Bezahlen: oft unterschätzt
Ein weiterer Kostenfaktor sind Bank- und Wechselgebühren. Beim Einsatz von Karten im Ausland können zusätzliche Entgelte anfallen, ebenso beim Abheben von Bargeld. Auch Automatenbetreiber verlangen teilweise eigene Gebühren.
Ein wichtiger Hinweis: Wer im Ausland mit Karte zahlt oder Geld abhebt, sollte möglichst in der Landeswährung abrechnen. Die angebotene Umrechnung in Euro ist häufig teurer.
Auch beim Bargeldtausch lohnt sich ein Vergleich. Wechselstuben – vor allem an Flughäfen – bieten oft schlechtere Kurse als Banken.
Viele kleine Posten entscheiden über das Budget
Unterm Strich zeigt sich: Nicht nur die großen Ausgaben bestimmen, wie teuer eine Reise wird. Vielmehr sind es die vielen kleinen Beträge, die sich am Ende summieren.
Wer Ortstaxen, Trinkgelder und Gebühren von Anfang an einplant, behält die Kosten besser im Griff – und kann den Urlaub entspannter genießen.
Infos: Postbank. Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH, an der 2.110 Personen zwischen dem 13. und 15.01.2026 teilnahmen. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.











