Ein Grillabend in einer Garage hat am Samstagabend in Schramberg-Waldmössingen einen größeren Rettungseinsatz ausgelöst. Fünf junge Menschen klagten über Atemwegsprobleme – der Verdacht auf eine Kohlenmonoxidvergiftung bestätigte sich nach ersten Erkenntnissen.
Nach Angaben des Polizeipräsidiums Konstanz wollten fünf Jugendliche und junge Erwachsene im Alter zwischen 16 und 21 Jahren am Samstagabend in der Seedorfer Straße gemeinsam grillen. Zunächst fand der Grillabend im Freien statt. Wegen des ungünstigen Wetters verlegten die Beteiligten die Feier jedoch in eine an das Wohnhaus angebaute Garage.
Nach aktuellem Stand wurde dabei zeitweise auch das Garagentor geschlossen. Kurze Zeit später klagten die Anwesenden über Atemwegsreizungen, eine Person musste sich übergeben. Als sich die Beschwerden bei allen Beteiligten verstärkten, wurde der Notruf gewählt.
Wie das Polizeipräsidium mitteilt, bestand schnell der Verdacht auf eine Kohlenmonoxidvergiftung. Daraufhin rückten Feuerwehr und Rettungsdienst mit einem größeren Aufgebot an. Einsatzkräfte stellten fest, dass sich das gefährliche Gas bereits im gesamten Gebäude ausgebreitet hatte. Auch die Eltern eines Jugendlichen mussten vorsorglich aus dem Haus gebracht werden.
Die fünf Betroffenen wurden zur weiteren Behandlung in umliegende Kliniken eingeliefert. Über ihren aktuellen Gesundheitszustand liegen bislang keine näheren Informationen vor. Die Feuerwehr belüftete das Gebäude, sodass es anschließend wieder betreten werden konnte. Insgesamt waren rund 25 Feuerwehrkräfte sowie mehrere Rettungswagen mit etwa 14 Einsatzkräften vor Ort.
Die Polizei weist in diesem Zusammenhang erneut darauf hin, dass das Grillen in geschlossenen Räumen lebensgefährlich ist. Kohlenmonoxid ist unsichtbar, geruchslos und kann bereits nach kurzer Zeit zu schweren Vergiftungen führen. Die Ermittlungen dauern an.











