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Donnerstag, 6. August 2020
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    Aufatmen im Rottweiler Johannserort: Gasse beim „Becher“ ist wieder frei

    Nach nur zwei Tagen hat die Stadtverwaltung Rottweil die Kameralamtsgasse für den Verkehr und für Fußgänger wieder freigegeben. Weiterhin steht ein Bauzaun dort, der aber nimmt nur noch einen Teil des Sträßchens ein. Eine sogenannte Inaugenscheinnahme seitens der Bauamtsmitarbeiter hat offenbar zu einer schnellen vorübergehenden Lösung des Problems geführt – und zu einer Aufhebung der Vollsperrung.

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    Drei Eimer mit altem Putz, zwei Fensterläden. Das ist das Ergebnis der ersten Maßnahmen an der Fassade des Gasthauses „Becher“ in der historischen Rottweiler Innenstadt. Weil von dieser schon der Putz gebröckelt war, weil Fensterläden bedenklich schief gehangen hatten, hatte die Stadtverwaltung am Dienstagvormittag den oberen Teil der Gasse gesperrt. Vollständig.

    Vorausgegangen war nach Informationen der NRWZ ein Hinweis einer Bürgers auf die Gefahrensituation. Die Stadt, Ordnungs- und Bauamt, sahen zunächst keine andere Möglichkeit, als den Bauhof mit einem Bauzaun und Durchfahrt-Verboten-Schildern hinzuschicken.

    Am Donnerstagvormittag können die Bewohner und Unternehmer im Johannserort aufatmen. Die Müllabfuhr, die Hotel- und Pensionsgäste, die Post, die Lieferanten, sie alle kommen wieder in das innerstädtische Quartier. Und im Alarmfall auch die Feuerwehr mit ihren Großfahrzeugen. Unter den Anwohnern hatte die Sperrung für eine gewisse Aufregung gesorgt. Eine Pension hat für ihre Gäste etwa bereits eine Hinweistafel an ihrer Vordertür in der Hochbrücktorstraße angebracht, die diesen die Umleitung zum Pensionseingang erklärte. Auf Facebook geteilt und kommentiert mit den Worten: „Hoffentlich ist die Gasse bald wieder frei.“

    Bau-Fachbereichsleiter Lothar Huber hatte den Termin vor Ort, an der „Becher“-Fassade, am Mittwoch gegenüber dem Gemeinderat angekündigt. Gegenüber der NRWZ sagte er noch am Dienstag, dass ihm und seinen Kollegen an einer für den Hauseigentümer und für die Stadt tragbaren Lösung gelegen sei. Ohnehin scheint der Stadtverwaltung der „Becher“ am Herzen zu liegen. Das haben alle Mitarbeiter, mit denen die NRWZ in der Sache Kontakt hatte, unabhängig voneinander erklärt.

    Unterdessen haben Gerüstbauer am Gebäude „Becher“ mit der Arbeit begonnen.

    Und die Stadtverwaltung schreibt:

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    Heute Morgen wurde mithilfe einer Arbeitsbühne des Betriebshofs die Fassade am Gasthof „Becher“ geprüft. Dabei wurden Teile, die womöglich hätten herunterfallen können, entfernt. Damit kann nun eine Gefährdung von Passanten ausgeschlossen werden. Die Kameralamtsgasse wurde daher wieder für den Verkehr frei gegeben. An der Seite zum Gebäude hin steht noch ein Bauzaun (siehe Bild), da in der kommenden Woche noch weitere Arbeiten an der Fassade erfolgen werden. Dazu muss die Gasse – voraussichtlich Montag und Dienstag – nochmals für den Autoverkehr kurzfristig gesperrt werden. Nach heutigem Stand gehen wir davon aus, dass die Gasse ab Mittwoch wieder ohne Einschränkungen nutzbar sein wird.

     

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