Bei knapp 30 Grad den Kaminofen angeheizt – bis die Feuerwehr kam

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Ein Alarm schlagender Rauchmelder hat am Dienstagabend zunächst einen Nachbarn eines Einfamilienhauses in Rottweil auf den Plan gerufen. Dieser rief dann die Feuerwehr. Auslöser war ein rauchender Kaminofen. Warum der Bewohner des Hauses diesen angefeuert hatte, verriet er an der Einsatzstelle. Das Resultat für ihn: ein Aufenthalt im Krankenhaus.

Das gibt es bei einem Einsatz der Feuerwehr nicht allzu oft: sanft lächelnde Mienen bei den Einsatzkräften. Denn gerade hatte sich der Grund dafür, dass die Feuerwehrleute gerufen wurden, herumgesprochen: Es war ein angeheizter Kaminofen. Bei knapp 30 Grad im Schatten an einem schönen, sonnigen Augusttag doch etwas ungewöhnlich.

Ein Löschzug war angerückt, 25 Kräfte in sechs Fahrzeugen, wie der Einsatzleiter, Stadtbrandmeister Frank Müller, berichtete. Seine Leute drangen zunächst in die stark verrauchte Wohnung vor, unter Atemschutz, versteht sich, so der Rottweiler Feuerwehrsprecher Rüdiger Mack zur NRWZ. Verraucht gewesen sei die Wohnung, weil der Kamin nicht gezogen habe, eventuell der Wetterlage wegen, so Mack. Der Bewohner hatte sie da gerade erst verlassen. Allerdings wohl auf Veranlassung des Nachbarn, der die Feuerwehr gerufen hatte. Einsatzleiter Müller verwies wiederum darauf, dass auch hier ein Rauchmelder gute Dienste geleistet habe. Denn dessen Alarm habe den Nachbarn angelockt, der wiederum den Rettungseinsatz ins Rollen brachte.

Der Hausbewohner hatte, wie es an der Einsatzstelle hieß, den Ofen nicht etwa angeheizt, weil er gefroren hätte. Sondern um Dokumente zu verbrennen. Kontoauszüge, wie es ihm gegenüber Einsatzkräften herausrutschte.

Fotos: gg

Das DRK, mit einem Rettungswagen und dem Organisatorischen Leiter Rettungsdienst, Hans-Christian Geiß, angerückt, kümmerte sich um den Mann. Der Verdacht: Rauchgasvergiftung. Nach einem entsprechenden medizinischen Check entschied Geiß darauf, den Mann ins Krankenhaus zu bringen. Zur weiteren Untersuchung.

Eine Streife der Polizei war ebenfalls vor Ort.

Abschließend hatte, während seine Kräfte die Rückfahrt zum Gerätehaus antraten, Kommandant Müller noch ein Lob für den Rettungsdienst. Angesichts der engen Wohnstraßen sei es richtig gewesen, den Rettungswagen in einer Seitenstraße, einige Meter abseits zu parken. So konnten die Löschfahrzeuge zum vermeintlichen Brandhaus vorfahren. Der Rettungsdienst habe gut mitgedacht, so Müller.

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