Der Rugby Club Rottweil kassiert im Duell der Topteams der 2. Bundesliga Süd/West eine deutliche Niederlage. Bei StuSta München unterliegen die „Schwarz-Gelben“ mit 7:48 – und müssen nun schnell reagieren. Vom Spiel berichtet der RCR-Vorsitzende Karl-Heinz Bahr.
Mit einer klaren Niederlage ist der Rugby Club Rottweil am Samstag aus München zurückgekehrt. Im Auswärtsspiel bei StuSta München, einem direkten Konkurrenten im Kampf um die Spitzenplätze der 2. Rugby-Bundesliga Süd/West, fanden die Rottweiler nur selten Zugriff auf die Partie.
Die Gastgeber präsentierten sich von Beginn an als eingespieltes und körperlich überlegenes Team. Bereits früh brachte ein Versuch die Münchner in Führung, die sie bis zur Halbzeit konsequent auf 17:0 ausbauten. Der RCR zeigte zwar Einsatz, blieb offensiv jedoch zu harmlos. Eine der wenigen Chancen – ein Straftritt – blieb ungenutzt.
Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild kaum. StuSta setzte die Gäste weiter unter Druck und nutzte Fehler eiskalt aus. Zwar gelang dem RCR durch Kapitän Fabio Carella ein Versuch, den Verbinder Robert Carr erhöhte, doch die Probleme in der Defensive blieben bestehen. Abstimmungsprobleme in der Verteidigungslinie und wiederholte Abseitsstellungen führten zu weiteren Straftritten gegen die Rottweiler.
Die Münchner nutzten diese Schwächen konsequent und bauten ihre Führung mit weiteren Versuchen und erfolgreichen Erhöhungen kontinuierlich aus. Am Ende stand eine deutliche 7:48-Niederlage für den RCR.
Trotz des klaren Ergebnisses zeigte die Mannschaft Einsatz und Kampfgeist. Teammanager Daniel Kästner sprach von einem „verdienten Sieg für StuSta“ und betonte zugleich, dass es dem Team derzeit am nötigen Selbstvertrauen fehle. Dieses wieder aufzubauen sei nun die zentrale Aufgabe des Trainerteams. Positiv: Einige junge Spieler erhielten Einsatzzeit, darunter der 18-jährige Moritz Kirchner, der ein gelungenes Debüt als Gedrängehalb feierte.
Für den RC Rottweil gilt es nun, die Kräfte schnell zu bündeln: Am 11. April erwarten die „Schwarz-Gelben“ den Mitkonkurrenten RSV Köln.
StuSta erwies sich als hochkompaktes, solide spielendes Team, das das Tempo konstant hochhalten konnte. Immer waren, zwei, drei Spieler in der Nähe des balltragenden Mitspielers. Der klare Sieg ist verdient für StuSta.
Daniel Kästner, 2. RCR-Vorsitzender und Teammanager
Mein Team hat toll gekämpft und großen Einsatz gezeigt. Es fehlt aber derzeit das notwendige Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Dies wieder aufzubauen ist die Aufgabe des neu verantwortlichen Trainerteams um die beiden ehemaligen Spieler Filip Turkiewicz und Florian Dicu. Auch der ehemalige Nationaltrainer von Venezuela und RCR-Trainer Gustavo Lopez wird den beiden nach Kräften unterstützen und sich an der Weiterentwicklung des Teams mit seiner Erfahrung und seinem Wissen einbringen. Ein erster Schritt war hierbei der Einsatz einiger jüngeren Spieler im Startteam, so auch das sehr gelungene Debut des 18-jährigen Moritz Kirchner als Gedrängehalb. Wir blicken mit Zuversicht in die notwendige Arbeit und Neuausrichtung unseres Teams.“
Für den Rugby-Club Rottweil spielten: Johannes Husselman, José Mohn, Tilman Schotte, Calogero Gueli, Noah Volkers, Christian Stanway, Rui da Silva, Fabio Carella, Tobias Oswald, Michael Oswald, Ladislau Szani und Swen Engelhardt, (alle Sturm); sowie Moritz Kirchner, Lukas Kästner, Tyler van Vollenhoven, Sasha Desemberg, Vincent Holpp, William Mohlaloga, Valentino Vlees, Robert Carr, Christian Bantle und Antoine Essomba (alle Verbindung und Drei-Viertel).






















