Geschafft: der Haushalt der Stadt Rottweil ist verabschiedet. Foto: wede

Rott­weil geht’s gut“, dar­über waren sich die Frak­tio­nen und Grup­pen im Gemein­de­rat einig. Und so wur­de der Haus­halt fürs Jahr 2019 ein­stim­mig ver­ab­schie­det. Bei einem Volu­men von 74 Mil­lio­nen Euro wird ein Ergeb­nis (also Gewinn) von 3,7 Mil­lio­nen ein­ge­plant. So kön­nen gro­ße Inves­ti­tio­nen getä­tigt wer­den. Weil die Steu­ern und Zuwei­sun­gen spru­deln, muss die Stadt auch wei­ter kei­ne Schul­den machen – und auch kei­ne Steu­ern erhö­hen.

Rott­weil geht’s nach wie vor sehr gut“, lob­te CDU-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der Gün­ter Pos­selt und hob her­vor, dass vie­le Pro­kel­te die Stadt fit für die Zulunft machen: „Wir wol­len der jun­gen Genera­ti­on die Infra­struk­tur up to date über­ge­ben“, sag­te er und hob auch die gro­ßen Inves­ti­tio­nen in Bil­dung und Schu­le her­vor, allen vor­an in DHG und den neu­en Kin­derga­ren auf der Spi­tal­hö­he. „Ein sehr soli­des und aus­ge­wo­ge­nes Zah­len­werk“, lob­te er.

Beein­dru­ckend gut“ sei der städ­ti­sche Haus­halt, sag­te Dr. Mar­tin Hiel­scher für die Frei­en Wäh­ler und lob­te die „zukunfts­wei­sen­den Pro­jek­te“. Ein Pro­blem habe sei­ne Frak­ti­on mit dem Kon­zept Wirt­schafts­för­de­rung, Stadt­mar­ke­ting und Tou­ris­mus mit den zusätz­li­chen Stel­len; „die Frei­en Wäh­ler haben wei­ter­ge­hen­den Wün­schen nach per­so­nel­ler Auf­sto­ckung wider­spro­chen“, beton­te er. Das neue Stadt­mu­se­um hät­te er gern in der Schlacht­haus­stra­ße und for­der­te, nur noch die­se Vari­an­te zu ver­fol­gen.

Bei den Bera­tun­gen habe sich quer durch die Frak­tio­nen eine ver­nünf­ti­ge Aus­ga­ben­li­nie gezeigt, sag­te SPD-Frak­ti­ons­spre­cher Arved Sass­nick. Die Erhö­hung der Per­so­nal­stel­len um 14,47 sei gerecht­fer­tigt durch die Erwei­te­rung der Auf­ga­ben. Gewünscht hät­te er sich, die Spar­te Muse­en und Stadt­ar­chiv per­so­nell zu beglü­cken. Der sozia­le Woh­nungs­bau sol­le nicht auf der Spi­tal­hö­he beschränkt wer­den, son­dern in allen dafür geeig­ne­ten Neu­bau­ge­bie­ten berück­sich­tigt wer­den.

Hubert Nowack (Grü­ne) lob­te die Ver­wal­tung, sie ver­hal­te sich wie ein guter Kauf­mann, der nicht mehr aus­gibt, als er ein­nimmt und sogar noch etwas auf die hohe Kan­te legt. Er sieht einen Schwer­punkt im Mobi­li­täts­kon­zept: „Der Aus­bau des öffent­li­chen Nah­ver­kehrs ist eine Her­zens­an­ge­le­gen­heit.“ Und er ver­misst ein­kom­mens­ab­hän­gi­ge Gebüh­ren für die Kin­der­gär­ten.

Wün­sche hat­te trotz Lobes für den Haus­halt auch die FfR, wie Rai­ner Hils sag­te: „Ein Park­leit­sys­tem, Anbin­dung der Sta­di­on­park­plät­ze mit bei­spiels­wei­se einem auto­no­men Shut­tle­ver­kehr über die gesperr­te Kör­ner­stra­ße, Park­deck Groß­sche Wie­se, Ring­zug­hal­te­stel­le Stadt­mit­te und Neckar­tal müs­sen dis­ku­tiert wer­den“, for­der­te er.

Wir blei­ben auf dem Tep­pich“, sag­te Her­mann Klein (FDP) „und stel­len kei­ne For­de­run­gen, die in weni­ger guten Zei­ten nicht zu finan­zie­ren sind, wie die kos­ten­lo­sen Kin­der­gär­ten“. Er beton­te die Bedeu­tung Rott­weils als Kul­tur- und Bil­dungs­stadt. Die Muse­ums­land­schaft brau­che eine Umge­stal­tung und das Zim­mer­thea­ter sei­ne Hand­lungs­frei­heit. Er bedau­er­te, dass Rott­weil ver­passt wor­den sei, eine Fach­hoch­schu­le zu bekom­men.

Lob kam von allen Sei­ten für die Ver­wal­tung, allen vor­an Stadt­käm­me­rer Her­bert Wal­ter.

Der Antrag der Frei­en Wäh­ler, kei­ne ver­senk­ba­ren Pol­ler zur Siche­rung gegen Ter­ror ein­zu­bau­en (wir berich­te­ten), wur­de in die­sem Zusam­men­hang nicht bera­ten. Der ent­spre­chen­de Titel im Haus­halt erhielt aber einen Sperr­ver­merk, so dass das The­ma im Lauf des kom­men­den Jah­res noch auf die Tages­ord­nung kom­men wird.