Stadt und KlimaRegion Rottweil kooperieren an Eichendorffschule

Die Genossenschaft „KlimaRegionRottweil“ und die Stadt Rottweil haben die PV-Anlage auf dem Schwimmhallendach der Eichendorffschule offiziell in Betrieb genommen. Projektleiter Peter Jung (Zweiter von links), die beiden Genossenschaftsvorstände Simon Spreter und Uli Wagner (Dritter und Vierter von links), sowie Erik Fiss, städtischer Fachbereichsleiter Hochbau (Zweiter von rechts) freuen sich über die gelungene Kooperation. (Foto: Stadt Rottweil / Hermann).
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Hinweis der Redaktion: Diese Pressemitteilung haben wir nicht oder nur oberflächlich redaktionell bearbeitet. Sie wurde direkt in das Angebot der NRWZ übernommen.

Rottweil – „Auf dem Dach sorgt die KlimaRegion Rottweil eG mit einer PV-Anlage für regenerativen Strom“, ist auf dem Schild zu lesen, das seit Kurzem am Eingang der Eichendorff-Schwimmhalle hängt. Das Projekt hat die Genossenschaft in Kooperation mit der Stadt Rottweil initiiert. Das bringt einige Vorteile mit sich, wie Erik Fiss, Fachbereichsleiter Hochbau und Gebäudemanagement bei der Stadt Rottweil erklärt. Kürzlich wurde die Anlage offiziell ihrer Bestimmung übergeben.

Um städtische Dachflächen mit Photovoltaikmodulen auszustatten, hat die Stadt die Genossenschaft „KlimaRegion Rottweil“ mit ins Boot genommen. Und die hat mit derlei Projekten bereits Erfahrung, wurde doch bereits im Jahr 2024 eine Kindertagesstätte in Zimmern mit Photovoltaikmodulen der Genossenschaft belegt. 32 Prozent des Strombedarfs können mit der Anlage auf der Schwimmhalle gedeckt werden. Um hier noch mehr herauszuholen, sollen auf dem Dach der Eichendorffschule weitere Module folgen, sobald es das übergeordnete Stromnetz zulässt.

„Noch vor wenigen Jahren nutzte man Dachflächen mit Ost/West-Ausrichtung gar nicht. Doch aufgrund der Weiterentwicklung der Technik ist das mittlerweile möglich“, erklärt Genossenschaftsvorstand Uli Wagner. Auch Peter Jung, ehemaliger Stadtplaner in Rottweil und Projektleiter der Genossenschaft, zeigt sich mit der Anlage zufrieden und dankte Erik Fiss für die „hervorragende Zusammenarbeit und das gute Miteinander“, das durchaus in weitere Projekte münden könne. Nicht nur für die Genossenschaft, sondern auch für die Stadt ergeben sich durch die Kooperation Vorteile. So kann die Stadt auf diese Weise beispielsweise ihre Klimaziele mit deutlich reduziertem eigenem personellem und materiellem Aufwand erreichen – in diesem Fall Strombezug aus erneuerbaren Energien und Nutzung der Solarpotenziale der städtischen Gebäude, informiert Erik Fiss.

Auch die Kosten für die Anlage würden sich durch die Kooperation in Grenzen halten. Denn die würden über eine monatliche Zahlung an die Genossenschaft geleistet, mit der der Strombezug aus der Anlage abgegolten werde – eine Win-Win-Situation für beide Seiten also. Weitere gemeinsame Projekte sind derzeit noch nicht konkret. „Wir sind aber bei mehreren Objekten in Gesprächen. Ein Großteil der städtischen Gebäude ist ja auch bereits mit PV belegt“, lässt Fiss wissen.

Für die Genossenschaft sind die Kooperationen ein innovatives Konzept, wie Peter Jung erklärt, die für beide Seiten Vorteile hätten. „Wir stellen den Städten und Gemeinden die Anlagen auf die Dächer und in die Keller, die Kommunen mieten die Anlagen und nutzen den Strom, erklärt er das Prozedere. Die „KlimaRegion Rottweil“, die sich den Klimaschutz und die Einsparung von CO2 auf die Fahnen geschrieben hat und alles tut, um die Klimawende aktiv mitzugestalten, zählt derzeit 444 Mitglieder und wächst stetig, wie Genossenschaftsvorstand Simon Spreter informiert. Die KlimaRegion Rottweil eG ist aus Mitgliedern der Lokalen Agenda Rottweil hervorgegangen, insbesondere aus dem Arbeitskreis Klimaschutz. Die Mitglieder des Arbeitskreises haben bereits seit Jahrzehnten vor Ort Initiativen und Klimaschutzprojekte angestoßen, begleitet und umgesetzt.

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