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Arbeitsmarkt im Mai: Fünfter Rückgang in Folge – aber noch keine Trendwende

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Die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit Rottweil–Villingen-Schwenningen ist im Mai 2026 den fünften Monat in Folge gesunken. 13.395 Menschen waren arbeitslos gemeldet – 205 weniger als im April, aber noch 270 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote blieb stabil bei 4,7 Prozent.

Seit dem Jahreshöchststand von 14.028 Arbeitslosen im Januar hat sich die Zahl um 633 Personen verringert. Gleichzeitig zogen die Stellenmeldungen deutlich an: 950 neue Angebote gingen im Mai ein – 170 mehr als im April, ein Plus von 21,8 Prozent. Im Bestand befinden sich derzeit 3.269 freie Stellen. Stärkste Branchen waren Personaldienstleister (249 Stellen), das Verarbeitende Gewerbe (243) sowie Freiberufliche und wissenschaftliche Dienstleistungen (123).

„Die Bedarfe der Betriebe nach Arbeits- und Fachkräften steigen erfreulicherweise wieder“, sagt Sylvia Scholz, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit. Zugleich warnt sie: Die Nachfrage auf Helferniveau habe deutlich abgenommen – eine abgeschlossene Berufsausbildung werde im Bewerbungsprozess immer wichtiger.

Auch auf Landesebene zeigt sich eine verhaltene Frühjahrsbelebung: In Baden-Württemberg sank die Zahl der Arbeitslosen um 6.130 auf 297.819 – erstmals in diesem Jahr unter der Marke von 300.000. Die Landesquote liegt bei 4,6 Prozent, einen Tick über dem Vorjahreswert von 4,5 Prozent.

Arbeitsminister Oliver Hildenbrand (Grüne) spricht von einer „moderaten, verspäteten Frühjahrsbelebung“, aber keiner echten Trendwende. Besonders angespannt sei die Lage für Berufseinsteiger: Die Jugendarbeitslosigkeit liegt landesweit bei 3,7 Prozent – gegenüber 2,2 Prozent im Mai 2019 ein erheblicher Anstieg. „Wir müssen neue Jobperspektiven in Zukunftsbranchen eröffnen“, so Hildenbrand.

Auch die Kurzarbeit geht zurück: Im Mai zeigten nur noch 31 Betriebe für 269 Beschäftigte Kurzarbeit an, nach 74 Betrieben mit 954 Beschäftigten im Vormonat.

In den drei Kreisen sank die Arbeitslosigkeit überall: im Kreis Rottweil auf 2.734 (Quote: 3,4 %), im Schwarzwald-Baar-Kreis auf 6.087 (5,0 %) und im Kreis Tuttlingen auf 4.574 (5,4 %).

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Autor / Quelle:NRWZ-Redaktion
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