In der Neu­jahrs­nacht haben Unbe­kann­te den „Etter-Brun­nen“ auf dem Sul­gen wahr­schein­lich mit einem Böl­ler gesprengt. Wir haben berich­tet.

Wir haben bis­her noch kei­ne hei­ße Spur“, so Schram­bergs Revier­lei­ter Jür­gen Lede­rer. Aller­dings haben sich über Face­book meh­re­re Zeu­gen gemel­det, die in der Sil­ves­ter­nacht  Jugend­li­che beim Brun­nen beob­ach­tet hat­ten, die dort mit Böl­lern han­tiert haben. „Am Sil­ves­ter-Abend ca. 18.45 Uhr waren da ganz vie­le Jugend­li­che“, schreibt eine Use­rin. Eine ande­re glaubt, es „waren bestimmt die, die jedes Jahr dort die­se kras­sen Böl­ler rein wer­fen“.

Gegen 20 Uhr sei der Brun­nen aber noch intakt gewe­sen, mel­det sich ein ande­rer Leser. „Ich selbst habe an die­sem Abend gese­hen, wie jemand einen Böl­ler in den Brun­nen gewor­fen hat.“ Erstaun­li­cher­wei­se sei die­ser selbst durch das Was­ser nicht erlo­schen und habe im Brun­nen gezün­det.

Am 1. Janu­ar floss das Was­ser noch in den zer­bro­che­nen Brun­nen­trog des Etter­brun­nens. Foto: pri­vat

Die Face­book­ge­mein­de tippt, dass ein „ille­ga­ler Rus­sen- oder Polen­böl­ler“ den Scha­den ange­rich­tet habe. Auch Lede­rer ver­mu­tet einen sol­chen Böl­ler als Ursa­che. Die Täter könn­ten aber auch aus meh­re­ren lega­len Sil­ves­ter­kra­chern das Schwarz­pul­ver her­aus­ge­holt und zu einem Böl­ler „Mar­ke Eigen­bau“ zusam­men gebas­telt haben. „Des­halb pas­siert an Sil­ves­ter so viel.“

Böller richten große Schäden an

Nicht nur der Etter­brun­nen ging über Sil­ves­ter zu Bruch. In Röten­berg haben Unbe­kann­te einen Hoch­sitz zer­stört. In Aich­hal­den barst eine Bio­ton­ne, auf dem Sul­gen gin­gen ein Brief­kas­ten und ein Ziga­ret­ten­au­to­mat zu Bruch. Auch in Sulz haben Unbe­kann­te vor Weih­nach­ten einen Ziga­ret­ten­au­to­ma­ten mit einem Polen­böl­ler gesprengt.

Für Micha­el Aschen­bren­ner, Spre­cher des Poli­zei­prä­si­di­ums Tutt­lin­gen, spricht viel für die Böl­ler­the­se. Es habe um Sil­ves­ter eini­ge Fäl­le gege­ben, bei denen Böl­ler im Spiel waren. „Wenn man die­se in einem klei­nen geschlos­se­nen Raum zün­det, ent­fal­ten sie eine gro­ße Wir­kung.“ Gera­de auch die ille­ga­len Böl­ler hät­ten eine “hef­ti­ge Zer­stö­rungs­kraft“. Es gebe „vie­le Kanä­le“, über die man an die ille­ga­len Kra­cher kom­men kön­ne: Bekann­te, Bezie­hun­gen, das Inter­net. „Wer Inter­es­se an sol­chen Sachen hat, bekommt sie.“

Wie es mit dem Etter­brun­nen wei­ter­geht, ist noch unklar. Die Stadt­ver­wal­tung wird prü­fen, ob der Brun­nen repa­riert wer­den kann oder ein neu­er Brun­nen­trog gefer­tigt wer­den muss. Dort hofft man auch, dass die Poli­zei erfolg­reich ist, und man die Rech­nung den Ver­ur­sa­chern prä­sen­tie­ren kann.

BU: